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Börsenlexikon | |
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| Begriff | Glossar |
| Absicherung | Auch HEDGING genannt, ist die Risikobegrenzung für bestehende Wertpapierpositionen z.B. durch den Kauf oder Verkauf von Optionen oder Optionsscheinen. |
| ADR | Abkürzung für American Depository Receipt. Von US-Banken emittierte Hinterlegungsscheine, die das Eigentum an Aktien verbriefen. Ein ADR kann sich auf eine oder mehrere Aktien, sowie einen Aktienbruchteil beziehen. |
| ADX | (Average Directional Movement Index) Der ADX dient der Feststellung, ob die Trendstärke in einem Papier zunimmt oder abnimmt und wird bei vielen automatisierten Handelssystemen als Filter für Seitwärtsbewegungen verwendet. Im Allgemeinen wird angenommen, daß ein ADX unter 30 einen Seitwärtstrend anzeigt, ein ADX unter 15 weist sogar einen starken \"Anlagedruck\" hin, der zu einer heftigen Bewegung in die eine oder andere Richtung führen kann. |
| Aktie | -> römisch actio=Anteilsrecht. Urkunde, die Ihrem Besitzer einen Anteil am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft verbrieft. Der Aktieninhaber (Aktionär) ist damit Teilhaber, d.h. Miteigentümer am Vermögen der Aktiengesellschaft. Seine Rechte sind im Aktiengesetz geschützt. |
| Aktienteilung | Auch Split (splitting), eine in den USA nicht seltene und mittlerweile auch in Deutschland beliebte Maßnahme, für eine höhere Aktienstückzahl und ein der Spaltung entsprechend niedrigen Kurs, der meist zum Kauf anregt. |
| Aktienumtausch | Erfolgt evtl. nach einer Verschmelzung (Umtausch von Aktien der aufgenommenen AG in solche der aufnehmenden AG), ggf. bei einer Kapitalherabsetzung oder anderen Gründen. Nach Umtauschfrist-Ablauf erklärt die AG die Aktie für kraftlos. Die Aufforderung zum Umtausch ist in den Gesellschaftsblättern und bei Börsenwerten in mindestens einem Pflichtblatt pro beteiligter Börse zu veröffentlichen. |
| All time high ( Ath ) | Bezeichnung aus dem amerikanischen für den historisch höchsten Stand eines Wertpapierkurses. |
| All time low ( Atl ) | Bezeichnet im Gegensatz zum ATH den niedrigsten Wertpapierkurs aller Zeiten. |
| Analysten-Schätzung | Professionelle Beurteilungen der Anlagequalität und des (inneren) Wertes sowie der Kurschancen von Firmen-Wertpapieren. Analystenschätzungen gehen aus Analystenkonferenzen hervor, die über den Wert der Firma an der Börse entscheiden. |
| Anfangskurs | Der erste an einem Börsentag ermittelte Kurs eines Wertpapiers im variablen Handel. Im Gegensatz zum Einheitskurs werden im variablen Handel börsentäglich soviele Kurse ermittelt, wie Abschlüsse zustandekommen. Neben dem Kassa- und dem Schlußkurs ist dabei der Anfangskurs von besonderem Interesse, weil er als erstes wichtiges Indiz für die gesamte Tagestendenz gilt. |
| Anlaufdividende | Bezeichnung für die erste Dividendenausschüttung einer Aktiengesellschaft, bzw. die erste Dividendenausschüttung noch mehreren dividendenlosen Jahren. |
| Anleihe | Die Anleihe gehört, wie der Pfandbrief, die Industrieobligation oder die Kommunalobligation zu den verzinslichen Wertpapapieren. Anleihen verbriefen ein Gläubigerrecht. Meist garantiert sie ihrem Inhaber gleichbleibende Zinsen und die Rückzahlung eines bestimmten Betrages. |
| Arbitrage | Geschäft, das Preisunterschiede für dasselbe Objekt an verschiedenen Märkten - vor allem Börsen - zur Gewinnerzielung ausnutzt. Voraussetzung ist schnelle Nachrichtenübermittlung sowie eine Kursdifferenz, die höher ist, als die anfallenden Kosten. Arbitrage erfolgt als Ausgleichsarbitrage und Differenzarbitrage. Diese Geschäfte bewirken eine Angleichung der Kurse und Preise. |
| Ask | Englischer Börsenausdruck, bedeutet Angebot (Brief). Gegensatz zu ask ist bid und bedeutet Nachfrage (Geld). |
| ATX | Meistbeachteter Aktienindex der Wiener Börse |
| Aufgeld | Prozentsatz, um den der indirekte Erwerb des Basiswertes durch Erwerb und Ausübung des Optionsscheines teurer ist als der unmittelbare Erwerb des Basiswertes. Das Aufgeld entspricht auch dem Abstand zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes und der Gewinnschwelle (in Prozent). |
| Ausgabeaufschlag | Bei der Ausgabe von Investmentfonds-Zertifikaten berechnete Kosten, die der Erwerber zusätzlich zum Preis des Zertifikates zu bezahlen hat. Die jeweilige Höhe ist vertraglich festgelegt. |
| Ausgesetzt | Kurszusatz bei Wertpapieren, die an einem oder mehreren Börsentagen vom Handel suspendiert sin. Die Aussetzung vom Börsenhandel erfolgt in der Regel im Vorfeld der Veröffentlichung wichtiger Unternehmensnachrichten, die geeignet sind, den Kurs massiv zu beeinflussen. Somit gehört die Verhinderung von Insidergeschäften zu den wichtigesten Gründen solch einer Maßnahme. |
| B | Brief, d.h. nur limitierte Verkaufsaufträge - keine Umsätze. |
| Baisse | Aus dem Französischen übernommene Bezeichnung für eine längere Zeit anhaltende Phase starker Kursverluste an der Börse. |
| Bärenfalle | Begriff aus der technischen Wertpapieranalyse. Als Bärenfalle bezeichnet man ein Verkaufssignal, das sich im Nachhinein als Fehlsignal erweist. Der Bär tappt in die Falle, indem er auf fallende Kurse spekuliert, auf dem falschen Fuß erwischt wird und Verluste hinnehmen muß. |
| Basket | Aktienkorb, der in einer bestimmten Art und Weise und meistens nur mit Aktien aus einem Sektor zusammengesetzt ist. |
| BAWe; Bundesaufsichtsamt für Wertpapierh | Die Bundesoberbehörde des Bundesministeriums der Finanzen in Frankfurt/Main, die nach dem Wertpapierhandelsgesetz arbeitet, mit der Aufgabe, Mißstände zu verhindern, die den Wertpapiermarkt schädigen können. Der Präsident/in wird auf Vorschlag der Bundesregierung vom Bundespräsidenten ernannt. Das BAWe wird vom Wertpapierrat unterstützt und kann sich andere Personen und Einrichtungen für ihre Arbeit heranziehen. Bei der Verfolgung von Insidervergehen hat das BAWe Auskunftsrecht. Es tauscht mit den Bundesaufsichtsämtern für das Kreditwesen und für das Versicherungswesen sowie mit den Börsenaufsichtsbehörden der Länder Daten und kann für Vergehen Zwangsgelder bis 100 000 Mark erheben. |
| bB | Angebotsüberhang: bezahlt Brief; nicht alle zum Kurs limitierten Verkaufsaufträge konnten ausgeführt werden. |
| Behauptet | Tendenzbezeichnung an Börsentagen, die gegenüber dem Vortag kaum Veränderungen bringen. Zusatz: Gut- bzw. Knapp behauptet |
| Beherrschungsvertrag | Mit diesem Vertrag unterstellt eine AG die Leitung ihrer Unternehmnung einer anderen Unternehmung. Sind die Unternehmen unabhängig voneinander gewesen, bleiben sie es auch trotz einheitlicher Leitung nach dem Abschluß eines Beherrschungsvertrages. |
| Beige Book | Eine Zusammenstellung der wirtschaftlichen Bedingungen aus allen zwölf US-Notenbank-Distrikten. Das Beige Book wird immer vor einem Treffen des Offenmarktausschusses vorgelegt. |
| Berichtigungsaktie (Gratisaktie) | Diese werden ausgegeben, wenn eine Aktiengesellschaft offene Rücklagen in Grundkapital umwandelt. Die Eigenmittel der Gesellschaft werden dadurch nicht verändert. |
| Bestens | Zusatz zu einem unlimitierten Verkaufsauftrag. Das Kreditinstitut wird angewiesen, zum höchstmöglichen Kurs, also \"bestens\" aus der Sicht des Auftraggebers, zu verkaufen. |
| Bezugsverhältnis | Menge des Basiswertes, zu dem ein Optionsschein berechtigt. Optionsscheine auf den UD-Dollar beziehen sich meistens aud 100 US$ - DAX-Scheine hingegen nur auf 1/100 DAX. |
| bG | Nachfrageüberhang: bezahlt Geld; nicht alle zum Kurs limitierten Kaufaufträge konnten ausgeführt werden. |
| Bid | Nachfrage (Geld), Gegensatz zu ask (Angebot, Brief) |
| Billigst | Zusatz zu einem unlimitierten Kaufauftrag. Das Kreditinstitut wird angewiesen, zum niedrigstmöglichen Kurs, also \"billigst\" aus der Sicht des Auftraggebers, zu kaufen. |
| Blue chips | Standartaktien mit hohem internationalem Ansehen (z.B. Coca Cola oder DaimlerChrysler). Blue Chips sind im Dax oder im Dow Jones vertreten. Erstklassige Bonität, gute Wachstumsperspektiven und regelmäßige Dividendenzahlungen zeichnen Blue Chips Werte aus. |
| Bogen | Bestandteil einer Aktienurkunde. Der Bogen enthält die Dividendenabschnitte (Coupons) und den Erneuerungsschein (Talon), der nach einer entsprechenden Anzahl von Jahren zum Bezug eines neuen Dividendenscheinbogens berechtigt. |
| Bonus | Sonderausschüttung einer Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre. Boni werden in der Regel als einmalige Sondervergütung in Jubiläumsjahren, bei ausserordentlichen Erträgen oder in Jahren mit hohen Gewinnen gezahlt. |
| Book-Building Verfahren | Phase der Preisbildung für die Aktie des zu emittierenden Unternehmens, bevor Sie an die Anleger bzw. Institutionen zur Neuemission zugeteilt wird. Meistens wird eine Spanne (Book-building-Spanne) angegeben, in deren Rahmen der spätere -> Ausgabepreis entsprechend der Nachfrage ermittelt wird. |
| Börsensegment | Art des Marktes, in dem Wertpaiere gehandelt werden. Marktsegmente wie Neuer Markt, Amtlicher Handel oder Freiverkehr unterscheiden sich durch Zulassungsbestimmungen und Berichtspflichten. |
| Boss - Cube | Kombiniertes Börsen-Order-Service-System zur Weiterleitung von Börsenorders per Datenleitung -> BOSS: Börsen-Order-Service-System -> CUBE: Computer-Unterstütztes-Börsenhandels- und Entscheidungssystem |
| Break away Gap | Ein Gap ist bekanntlich eine Lücke. Es handelt sich hier um einen Begriff, den die Chartanalysten entwickelt haben. Ändert sich eine Trendlinie geradezu marginal und ist eine Trendwende anzunehmen, erkennt man dies im Chart oft an einem Break-away-Gap. |
| Break Even Point | Englische Bezeichnung für Gewinnschwelle, also die Grenze, ab der ein Unternehmen oder ein Produkt einen Überschuß bzw. Gewinn erzielt. Wird im Börsengebrauch auch gerne als \"schwarze Null\" bezeichnet. |
| Brief | Der Kurssatz B=Brief (Angebot) wird verwendet, wenn der amtliche Makler Umsätze nicht getätigt hat, obwohl Angebot vorlag. Steht hinter dem veröffentlichten Kurs eines Wertpapapiers der Zusatz B, bedeutet dieser, daß das Papier zum Verkauf angeboten wurde, sich aber zum genannten Kurs keine Käufer finden ließen. |
| Bruchteilnotierung / fractions | Form der Kursnotierung an vielen US-amerikanischen Börsen Dabei stellen die Kurse in (Sechzehntel)-Intervallen den bei Bruchteilnotierungen üblichen Abstand dar. Zum Beispiel wird der Kurs für Intel an der amerikanischen Computerbörse NASDAQ mit: INTC 118 15/16 dargestellt, das sind 118,9375 US$. Im Unterschied dazu werden die Werte im Freiverkehr (otc bb = over the counter bulletin board) der NASDAQ mit Dezimalstellen notiert. |
| Bullenfalle | Gegenstück zur Bärenfalle; ein falsches Kaufsignal läßt den Bullen auf steigende Kurse sprkulieren, und er erleidet Verluste. |
| Bund-Future | Terminkontrakt auf eine 8,5-10jährige Bundesanleihe an der Terminbörse (DTB). |
| Buy and hold | Kaufen und behalten - Bezeichnung für die Vorgehensweise von Investoren mit sehr langer Zeitperspektive. Nicht die Erzielung von Kursgewinnen durch den Verkauf zu einem über dem Einstandskurs liegenden Preis wird angestrebt, sondern Vermögensmehrung durch langfristigen Wertzuwachs der gekauften Papiere. |
| Buy on bad news | Kaufe bei schlechten Nachrichten - Alte \"Börsenweisheit\", die darauf anspielt, daß nach der Veröffentlichung schlechter Unternehmensnachrichten die Aktienkurse oft deutlich fallen und dem längerfristig orientierten Anleger somit günstige Einstiegschancen bieten. |
| CAC 40-Index | Meistbeachteter Aktienindex der Pariser Börse. Hier sind 40 der wichtigsten französischen Aktien notiert. |
| Call | Börsenbezeichnung für Kaufoption. Bei dieser zahlt der Käufer an den Verkäufer eine Hausseprämie, die ersteren berechtigt, innerhalb der Laufzeit jederzeit eine bestimmte Anzahl Aktien zum vorweg vereinbarten Preis zu erwerben. Der Verkäufer muß zu diesem Preis liefern. Geht die Kurserwartung nicht auf, kann sich beim call-Käufer ein 100%iger Verlust des eingesetzten Kapitals ergeben. Gegenteil: put. Siehe: Option. |
| Call-Put Ratio | Dieser Indikator wird bei Optionen angewandt und mißt die Anzahl der laufenden Verkauf- und Kaufoptionen. Überwiegen die Verkaufsoptionen, so wird das als ein Zeichen dafür gewertet, daß die Mehrheit der Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzt. Im anderen Falle wird ein Kursanstieg unterstellt. |
| Cap | Obergrenze, bis zu der der Anleger an der Differenz zwischen Ausübungspreis und Marktpreis bei der Zahlung des Differenzbetrages partizipiert. |
| Cashflow | Kennziffer zur Unternehmensanalyse, die Aufschluß über die Ertrags und Finanzkraft eines Unternehmens gibt. Der Cashflow gibt an, in welchem Maß ein Unternehmen innerhalb eines Abrechnungszeitraumes aufgrund seines wirtschaftlichen Umsatzes über flüssige Mittel verfügen kann. Der Cashflow ergibt sich aus der Summe von: Jahresüberschuß, Abschreibungen, Veränderung der langfristigen Rückstellungen, Steuern vom Ertrag, Zinsen für Fremdkapital und weiteren betriebswirtschaftlichen Größen. Die Berechnungmethode kann je nach Branche und Land variieren. Insbesondere im Anschluß an umfangreiche Investitionen kann der Cashflow eine aussagekräftigere Kennzahl zur Unternehmensanalyse sein, als das Ergebnis je Aktie. |
| CATS OS | Abk. für Citibank Automated Trading System - sekundenschneller Handel von Optionsscheinen und Aktien über ein Direkthandelssystem (Real Time Handelssystem). Dieses außerbörsliche Geschäft der Citibank (börsentäglich 9-22 Uhr) gilt für die 30 Dax-Werte und einige europäische und amerikanische Aktien zum aktuellen Kurs. CATS funktioniert per PC und per Telefon. |
| CEO | Chief Executive Officer (Abk.) - entspricht dem Vorstandsvorsitzenden einer deutschen AG. |
| Chart | Grafische Darstellung der Kurs- und Umsatzentwicklung von Wertpapieren, Branchen oder Börsen. Charts dienen als Grundlage für die technische Wertpapieranalyse. und Graphische Darstellung von beobachteten Kursverläufen und Umsatzvolumina einzelner Wertpapiere oder auch Börsen- und Branchenindizes. Je nach Beobachtungszeitraum werden Tageszahlen oder längerfristige Datenreihen in einfachen Diagrammen oder Kurven abgebildet. |
| Chartanalyse | Häufig als Synonym für die technische Wertpapieranalyse gebraucht. Die Chartanalyse geht davon aus, daß sich aus den in Charts festgehaltenen Kurs- und Umsatzverläufen der Vergangenheit die zukünftige Entwicklung eines Wertpapiers prognostizieren läßt. |
| Chartlist | Bezeichnung für einen Wertpapieranalysten, der Charts als Grundlage seiner Prognosen verwendet. |
| CME | Chicago Merchantile Exchange Inc. Options und Futures |
| Composite DAX ® | Der CDAX ® wurde am 22.April 1993 bei der Deutschen Börse AG als zusätzlicher Index zum bekannten Deutschen Aktienindex eingeführt. Während der DAX mit nur 30 Blue Chips eine geringe aber gewichtige Anzahl von Aktien umfaßt, enthält der CDAX ® alle an der Frankfurter Wertpapierbörse im Amtlichen Handel notierten deutschen Aktien. |
| Coppock | Der Coppock-Indikator ähnelt dem Momentum, stellt jedoch durch die Verwendung von gewichteten gleitenden Durchschnitten eine Weiterentwicklung dar. Auch ist er deutlich langfristiger orientiert als das Momentum, und zielt auf die Erkennung mehrjähriger Trends. Der Coppock wird berechnet, indem zunächst ein Momentum (MOM) gebildet wird. Von diesem wird dann ein gewichteter gleitender Durchschnitt (GGD) berechnet. Als Kaufsignal kann das Durchstoßen der Nullinie von unten nach oben gewertet werden, aber auch eine Trendwende zum positiven, wenn der Graph sich im negativen Bereich befindet. Analog dazu gilt es als Verkaufssignal, wenn die Nullinie wieder unterschritten wird, bzw. wenn sich der Auswärtstrend in der Coppock-Linie abschwächt oder sich gar in einen Abwärtstrend verwandelt. |
| Coupon | Zins- oder Dividendenabschnitt, Bestandteil des Bogens. Gegen Einreichung des Coupons erfolgt die Gutschrift der Dividende bzw. des vereinbarten Zinsbetrags. |
| Courtage | Provision des Börsenmaklers bei Kauf und Verkauf. |
| Covered call writing | Kauf der Aktie und Verkauf eines At-the-money Calls oder eines Out-of-the-money Calls im gleichen Basiswert. Der Kauf der Aktie kann früher oder gleichzeitig mit der Optionsposition geschehen. |
| Covered Warrent | Der Begriff \"Covered Warrants\" hat sich über die Jahre hinweg inhaltlich weiterentwickelt. Zu Beginn des Optionsscheinmarktes und auch heute noch versteht man unter diesen sogenannten \"Gedeckten Optionsscheinen\" Aktien-Optionsscheine, die das Recht zum physischen Bezug von Aktien verbriefen, die sich während der Laufzeit des Optionsscheins in einem gesondert gehaltenen Deckungsbestand befinden. In neuerer Zeit wird immer mehr auf das Instrumentarium des Deckungsbestandes verzichtet. Statt dessen stellen die Emittenten durch den Abschluß von weiteren Finanztransaktionen sicher, daß Lieferansprüche des Optionsscheininhabers bei Ausübung des Optionsrechts erfüllt werden. Darüber hinaus werden mittlerweile auch solche Optionsscheine vom Begriff \"Covered Warrants\" erfaßt, bei denen statt der physischen Lieferung ein Barausgleich möglich ist. Siehe: Optionsscheine. |
| CPI (Konsumentenpreisindex) | Ein Inflationsindex, der die Preisentwicklung eines Warenkorbes für Fertigprodukte und Dienstleistungen mißt. In dem Warenkorb, der alle 10 Jahre neu definiert wird, befinden sich mehr als 360 Einheiten, die zur Berechnung herangezogen werden. Der Index ist einer der wichtigsten Indikatoren für eine Preisinflation und daher von großer Bedeutung für Zinsentscheidungen der FED und damit auch für den Anleihe-Markt. Ein Anstieg der Inflation bewirkt meist ein Fall der Bond-Preise. |
| Crash | Massiver Kurseinbruch von Wertpapieren auf breiter Front. Neben dem Crash von 1929 (schwarzer Freitag) ist vor allem noch der Einbruch vom Oktober 1987 in Erinnerung, der jedoch weit weniger schwerwiegende Folgen hatte. |
| Dachfonds | Investmentfonds, deren Vermögen ganz oder vorwiegend in Anteilen anderer Investmentfonds angelegt ist. Kapitalanlagegesellschaften haben so die Möglichkeit, Investmentfondsanteil-Sondervermögen zu bilden und Dachfonds aufzulegen. |
| DAX-Future | Hier handelt es sich um einen Terminkontrakt auf den DAX ®, den sie an der Deutschen Terminbörse (DTB) kaufen können. Dabei wird jeder DAX-Punkt jeweils mit 100 multipliziert. 155 im DAX-Stand ergeben mithin einen theoretischen Kurswert von 150000. Fällt der DAX am Folgetag um 30 Punkte auf 1470, so sind beim DAX-Future schon 3000 Mark verloren, oder bei einem DAX-Anstieg 1530 auch gewonnen. Siehe: DAX ®. |
| Deflation | Starke Verringerung des Geldvolumens in einer Volkswirtschaft, verbunden mit nachlassender Güternachfrage. Wenn das gesamtwirtschaftliche Angebot die Nachfrage übersteigt, kommt es zu fallenden Preisen und demzufolge zu nachlassender Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Die Folge sind Rezession, sinkende Einkommen und Unternehmensgewinne, sowie Arbeitslosigkeit. |
| Delta | Das Delta gibt an, um welchen Wert sich der Optionsschein verändert, wenn sich der Kurs des Basisinstrumentes um eine Einheit ändert und alle anderen Einflußfaktoren unverändert bleiben. Bei einem Call (Put) nimmt mit steigendem Delta der Hebel des Optionsscheines ab (zu). Für Calls liegt das Delta zwischen 0 und 100 % - für Puts zwischen 0 und -100 %. Bei einem Call bedeutet ein Delta von 75 %, daß der Optionsschein um 75 Pfennige steigt, wenn der Basiswert um DM 1,00 ansteigt. Das Delta ist keine statische Größe, sondern verändert sich bei Schwankungen des Basiswertes. |
| DElta-Faktor | Faktor, der die erwartete Veränderung der Optionsprämie im Verhältnis zu einer (geringfügigen) Wertveränderung des zugrundeliegenden Basisobjekts der Option mißt |
| Depot | Bezeichnung für die Gesamtheit der für einen bestimmten Anleger bei einer Bank hinterlegten Wertgegenstände, hier insbesondere Wertpapiere. |
| Depot-Gebühren | Gebühren, die die Bank ihren Depotkunden für die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren in Rechnung stellt. Maßgebend sind dabei die Anzahl der Einzelposten, Nennwert oder Kurswert der Wertpapiere. Da die Geflogenheiten der einzelnen Banken unterschiedlich sind, sollte der Anleger die Gebühren mehrerer Häuser vergleichen, bevor er sich zur Einrichtung eines Wertpapierdepots bei einer bestimmten Bank entschließt. |
| Depotauszug | Von der depotführenden Bank erstelltes Verzeichnis aller im Depot eines Kunden geführten Wertpapiere mit Stückzahl, Kurswert und Gesamtwert. |
| Derivate | sind abgeleitete Anlageinstrumente. Sie sind aus dem bekannten traditionellen Anlageformen weiterentwickelt worden. Es handelt sich um moderne Finanzinstrumente, die in immer größerer Zahl auf den Markt gekommen sind, wie Optionen, Futures, Swaps, gedeckte Optionsscheine, Megas, Grois, Range Warrants etc. |
| Discount-Broker | Seit 1994 in Deutschland neu etablierte Finanzdienstleister. Sie bieten die Abwicklung von Wertpapieraufträgen zu Gebühren an, die in der Regel deutlich unter den banküblichen Sätzen liegen. Der Kunde erhält allerdings keinerlei Anlageberatung. Die Discount-Broker wenden sich daher in erster Linie an ein wohlinformiertes Anlegerpublikum, das ohne Beratung auskommt und Gebühren sparen will. |
| Diskontsatz | Der vom Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank festgelegte Zinssatz, den die Bundesbank den Geschäftsbanken beim Ankauf von Wechseln berechnet. Er dient als Grundlage für den Zinssatz, den die Banken wiederung ihren Kunden beim Ankauf von Wechseln berechnen. Dem Diskontsatz kommt große Bedeutung innerhalb der Zinspolitik der Zentralbank zu. Er zählt zu den sogenannten Leitzinsen. |
| Divergenz | Bei der Chartanalyse verwendeter Begriff für gegenläufige Tendenz. Befindet sich z. B. ein Wertpapier im Abwärtstrend, während ein Indikator bereits nach oben zeigt, so spricht man von einer Divergenz. Diese Situation ist für die Interpretation vieler Indikatoren bedeutsam. Gegensatz: Konvergenz. |
| Dividende | Der ausgezahlte Anteil am Gewinn einer Aktiengesellschaft. Man unterscheidet zwischen der Bardividende (Nettodividende) - das ist der Betrag, der nach Abzug der Kapitalertragssteuer und ohne Körperschaftssteuerguthaben dem Aktionär direkt gutgebracht wird - und der Bruttodividende. In diesem Betrag sind die Kapitalertragssteuer und etwaige Körperschaftssteuerguthaben noch enthalten. Der Kurs einer Aktie fällt am Tag der Ausschüttung um den Betrag der Dividende. Oft ist diese Korrektur im Chart aber kaum wahrzunehmen, da die normalen Kursbewegungen die gezahlten Dividenden meist weit übersteigen. |
| Dividendenabschlag | Am Tag der Dividendenausschüttung ermäßigt sich der Kurswert einer betreffenden Aktie rein rechnerisch (ohne Berücksichtigung anderer Einflüsse auf die Kursfeststellung) um die Höhe der Bruttorendite. Auf dem Kurszettel wird dies mit dem Zusatz \"ex Dividende\" festgehalten. |
| Dividendengarantie | Anteil am Gewinn einer AG (GmbH, Genossenschaft ...), der auf eine einzelne Aktie entfällt. Die Höhe legt die Hauptversammlung fest. Bei schlechtem Ertrag kann sie schwanken oder gar ausfallen, da sie abhängig vom Bilanzgewinn des Unternehmens ist. Es gibt keine feste Zinszusicherung, aber Dritte können den Aktionären eine bestimmte Mindestdividende garantieren |
| Dow jones | Weltweit meistbeachteter Aktienindex, da er ein Barometer für die US-Wirtschaft und den Aktienmarkt ist. Der DOW errechnet sich durch Addition der 30 bedeutendsten US-Unternehmens-Kurse (Aktienwerte wie z.B: Coca-Cola, Disney, McDonalds, Philip Morris, Johnson und Johnson und seit 1. November 1999 auch zwei Werte aus dem Technologieindex NASDAQ: Microsoft und Intel) und anschließender Multiplikation mit einem Faktor, der bei jedem Split eines dieser Unternehmen neu berechnet wird. Der DOW JONES INDUSTRIALS wurde am 26. Mai 1896 von der Börsenzeitung des Verlages DOW JONES & Company herausgebracht und ist der älteste amerikanische und zugleich weltweit kontinuierlich notierte Börsenindex. Erfunden wurde der Index von DOW JONES und Wall Street Journal-Mitbegründer Charles H. Dow. Der erste aufgestellte Dow Jones Index beinhaltete 12 Aktien, darunter das einzig noch heute notierte Unternehmen General Electric. Der Index schloss am ersten Tag der Notierung bei 40.94 Punkten. |
| DVFA | Unter dieser Abkürzung versteht man die \"Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlegerberatung \", ein Konsortium von Bank- und Wirtschaftsexperten sowie Publizisten. |
| DVFA/SG-Methode | Gemeinsame Empfehlung der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung e.V. (DVFA) und der Schmalenbach-Gesellschaft Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie einer AG. |
| ebB | Etwas bezahlt Brief; nur ein kleiner Teil der Verkaufsaufträge konnte ausgeführt werden. |
| ebG | Etwas bezahlt Geld; nur ein kleiner Teil der Kaufaufträge konnte ausgeführt werden. |
| EBIT/ EBITD | Abkürzungen für: Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation - Gewinn vor Abzug von Zinsen, Steuern und Abschreibung. Das EBITD dient dazu, die Gewinne von Unternehmen ohne die zum Teil stark unterschiedlichen (internationalen) Abschreibungsmethoden oder Besteuerungsvorschriften vergleichen zu können. |
| Eigenkapital | Der Kapitalbestand eines Unternehmens kann aus zwei Quellen kommen: 1.) Aus dem Vermögen der Eigentümer durch Einzahlung der Unternehmer oder durch Einbehaltung der Gewinne (Selbstfinanzierung). Und 2.) Aus dem Vermögen Dritter. Eigenkapital sind sämtliche den Gläubigern eines Unternehmens gehörenden Mittel wie z.B. das Privatvermögen eines voll haftenden Gesellschafters. |
| Eletronisches Handelsnetzwerk/ ECN | Handelsnetzwerk über das verschiedene Marktteilnehmer am elektronischen Handel von Wertpapieren teilnehmen können. Bekannte ECNs sind ISLAND und INSTINET. |
| Elliot-Wellen-Theorie | Erklärungsmodell zur Entwicklung und Bewegung von Märkten, das insbesondere den auf die Marktteilnehmer und somit auf die Kursentwicklung einwirkenden psychologischen Einfluß berücksichtigt. Im idealen Modell besteht eine Aufwärtsbewegung aus drei Antriebswellen (Up-Trends) und zwei Reaktionswellen (Down-Trends) die die heftigen Aufwärtsbewegungen der Up-Trends wieder etwas zurücknehmen. Analoges gilt für längerfristige Abwärtsbewegungen. Durch die Up- und Down-Trends entsteht ein Trendkanal, mit dessen Hilfe zukünftige Kursentwicklungen prognostiziert werden. |
| Emerging Markets | Sammelbezeichnung für die Wertpapiermärkte der jungen, aufstebenden Volkswirtschaften Lateinamerikas, Asiens und Afrikas, die sich durch starkes Wirtschaftswachstum auszeichnen. |
| Emission | Ausgabe neuer Wertpapiere (Aktien, Anleihen, Genußscheine etc.). Sie dient dem -> Emittenten zur Beschaffung von Kapital und erfolgt meist durch öffentliche Ausschreibung. Alle Wertpapiere, die zu einer Emission gehören, werden Emissionsvolumen oder kurz Emission genannt. |
| Emissionspreis | Kurs, zu dem eine Emission zur Zeichnung aufgelegt wird. |
| Emittent | Juristische Person des Privatrechts (meist AG) oder öffentlichrechtliche Körperschaft, die Wertpapiere ausgibt. Emittent ist der Antragsteller der Wertpapiere. Daueremittent ist, wer oft mit Emissionen an den Kapitalmarkt herantritt (Realkreditinstitute). |
| Erstnotiz (erste Notierung) | Erster Kurs bei Neueinführung von Wertpapieren an der Börse. Bezeichnet auch den Termin der Emission am Markt. |
| Erzeugerpreisindex / PPI | Ein Inflationsindikator, der die Preisentwicklung eines Warenkorbes für Produktionsvorpro- dukte mißt. Während einer Wachstumsphase in der Wirtschaft werden oft Zuwächse im PPI vor einem ähnlichen Anstieg beim Konsumenten- preisindex bemerkt. Daher gilt der PPI als ein Frühindikator. |
| Eskomptiert | Vorweggenommen. Bereits seit längerem erwartete gute oder schlechte Nachrichten, die die Kursentwicklung eines Wertpapiers beeinflußen könnten, haben schließlich doch keine Auswirkungen, da sie durch die Erwartungshaltung der Marktteilnehmer bereits im Kurs eskomptiert sind. Die Kursentwicklung wird durch das erwartete Ereignis also schon vor dessen tatsächlichen Eintreten beeinflußt. |
| Euro | Seit dem Jahr 2002 ist der Euro (EUR) das offizielle Zahlungsmittel in den meisten Europäischen Ländern. |
| Euro-Bonds | Im Euro-Kapitalmarkt werden längerfristige Anlagewerte gehandelt. Eurobonds sind Euro-Anleihen, also internationale Anleihen. Sie lauten auf verschiedene internationale Währungen. Bei Eurobonds handelt es sich um langfristige Ausleihungen, die meist mit gestaffelten Rückzahlungen zwischen 8 und 15 Jahren laufen. Für Bonds ist auch der Ausdruck Debentures gebräuchlich. |
| Euwax | Die European Warrant Exchange ist ein neues Börsensegment für Optionsscheine und stammt als Idee von der Börse Stuttgart. Sein Regelwerk verspricht grössere Transparenz und zusätzliche Dienstleistungen für den Privatanleger. |
| FED | Das Federal Reserve System (\"FED\") ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie wurde am 23. Dezember 1913 gegründet mit dem Ziel, der Nation ein sichereres, flexibleres und stabileres Geld- und Finanzsystem zu bieten (noch 1907 mußte zur Abwendung einer Finanzkrise das New Yorker Brokerhaus J.P. Morgan von der damaligen US-Regierung als quasi-Ersatz zu einer bis dahin nicht vorhandenen Zentralbank beauftragt werden, die Abwendung einer Liquiditätskrise zu führen). Seitdem spielt die \"FED\", wie sie umgangssprachlich bezeichnet wird, eine immer wichtigere Rolle in der Wirtschaft. Das Federal Reserve System dient dazu, die nationale Geldpolitik zu führen und die Geld- und Kreditkonditionen in der Wirtschaft zu beeinflussen mit der Zielverfolgung: Vollbeschäftigung und stabile Preise. Sie beaufsichtigt und reguliert die Bankinstitutionen, garantiert eine sichere und gründliche Arbeit im nationalen Banken- und Finanzsystem und schützt die Kreditrechte der Kunden. Das Federal Reserve System bietet der US-Regierung einen finanziellen Service, sowie der Öffentlichkeit, Finanzinstitutionen und den ausländischen Institutionen. Damit spielt die \"FED\" eine - wenn nicht die - Hauptrolle im US-Finanzsystem. |
| Fest | Tendenzbezeichnung für Handelstage mit deutlichen Kurssteigerungen von durchschnittlich über einem Prozent. |
| Festgeld | Geldeinlagen bei einer Bank mit vereinbarter Anlagedauer von mindestens 30 Tagen und festgelgtem Zinssatz, die an einem bestimmten Tag zur Rückzahlung fällig werden. Oft wird vereinbart, daß sich die Anlagedauer automatisch verlängert, wenn der Anlage nicht vor dem vereinbarten Rückzahlungstermin kündigt. |
| Festverzinsliche Wertpapiere | Bezeichnung für mit einem festgelgten Zinssatz ausgestattete Wertpapiere. Sie werden oft auch Rentenwerte oder kurz \"Festverzinsliche\" genannt. |
| Fibor (Frankfurt Interbank Offered Rate) | täglich aktualisierter Refinanzierungssatz von 19 namhaften deutschen Kreditinstituten. Der Fibor ist der Zinssatz, zu dem Banken in Frankfurt bereit sind, Gelder bei anderen Banken kurzfristig anzulegen. |
| Fiktiver Kurs | Geschätzter Wertpapierkurs an umsatzlosen Tagen. Entspricht dem Taxkurs. |
| FOMC | Der FOMC (Federal Open Market Commitee = Offenmarktausschuß) der US-Notenbank (Federal Reserve Bank, FED) hat in der Weltwirtschaft ein starkes Wort. Im FOMC sind zwölf stimmberechtigte Mitglieder. Sieben vom Zentralbankausschuß (Feds Board of Governors), fünf Präsidenten der Notenbank. Der Präsident der FED vom Distrikt New York ist gleichzeitig Vizevorsitzender des FOMC und stimmberechtigtes Mitglied. An jedem Treffen nehmen alle 12 FED-Präsidenten der einzelnen US-FED-Distrikte teil. Der FOMC trifft sich achtmal jährlich in Washington. Zu diesen Treffen legen Experten des Zentralbankausschusses und der FED Gutachten über jede Region und deren Industrie vor. Insofern hat der FOMC die besten Informationen aus jeder Branche. Danach formuliert der FOMC die amerikanische Währungspolitik, die sich schließlich auf die ganze Weltwirtschaft auswirkt. Zweimal im Jahr berichtet der Vorsitzende des Zentralbankausschusses dem amerikanischen Kongress über die ökonomischen Aussichten, Projekte und spezielle nähere Ziele der Währungspolitik. Die Langzeit-Ziele bleiben immer konstant: Stabile Preise und vernünftiges Wachstum. |
| Fractions, Bruchteilnotierung | Form der Kursnotierung an vielen US-amerikanischen Börsen. Dabei stellen die Kurse in (Sechzehntel)-Intervallen den bei Bruchteilnotierungen üblichen Abstand dar. Zum Beispiel wird der Kurs für Intel an der amerikanischen Computerbörse NASDAQ mit: INTC 118 15/16 dargestellt, das sind 118,9375 US$. Im Unterschied dazu werden die Werte im Freiverkehr (otc bb= over the counter bulletin board) der NASDAQ mit Dezimalstellen notiert. |
| Freimakler | Vermitteln an den Börsen Wertpapiergeschäfte zwischen den an der Börse vertretenen Banken. Sie sind frei von der Verpflichtung, die den Kursmaklern auferlegt sind. Freimakler tätigen auch Eigengeschäfte mit kurzer Laufzeit. |
| Freundlich | Tendenzbezeichnung an Tagen mit lebhaftem Handel und steigenden Kursen. |
| Front-running | Darunter versteht man wenn der Börsenmakler vor der Ausführung eines Großauftrages eigene Wertpapiere kauft, um dann seine Papiere gewinnbringend wieder zu verkaufen. |
| FT-SE 100 | Von der Londoner Börse, der Financial Times und dem Verband der Versicherungsmathematiker entwickelter Aktienkursindex, der die Aktienkurse der 100 größten an der Londoner Börse notierten Aktiengesellschaften umfaßt. Der FT-SE 350 faßt FT-SE 100 und FT-SE 250 zusammen. Alle FT-SE-Aktienkurs-Indizes werden minütlich berechnet. |
| Fundamentale Analyse | Art der Wertpapieranalyse, die zur Bewertung von Aktien unternehmensbezogene und volkswirtschaftliche Daten heranzieht. |
| Futures | (= standardisierte Termingeschäfte, die an einer Börse gehandelt werden). Mit Termingeschäften werden Gegenstände zu festen Konditionen auf Termin gehandelt. Zusammenfassende Bezeichnung für die Terminkontrakte (\"Financial Futures\"): Interest Rates Futures (Zinsterminkontrakt), Currency Futures (Devisenterminkontrakte) und STOCK INDEX Futures (Aktienindexterminkontrakte). Weitere Futures-Kontrakte basieren auf Rohstoffen (Metalle, Weichwaren). |
| G | Geld; nur limitierte Kauffaufträge, keine Umsätze |
| GAAP | GAAP (Generally Accepted Accounting Principles) ist die US-amerikanische Richtlinie für Konzernrechnungslegung. Anhand wirtschaftlicher, politischer und kultureller Faktoren legt die GAAP den Jahresabschluß eines Unternehmens dar. Auch die IAS (International Accounting Standards) und die Richtlinien der EU gelten für die Konzernrechnungslegung, jedoch mit unterschiedlichen Richtlinien. |
| Gamma-Faktor | Ausmaß der Veränderung des Delta-Faktors bei Schwankungen des Kurses des der Option zugrundeliegenden Basisobjekts. Mathematisch stellt der Gamma-Faktor die zweite Ableitung der Optionsprämie in bezug auf den Kurs des Basisobjekts dar. |
| Garantiefonds | Garantiefonds wurden für kapitalmarktunerfahrene Anleger entwickelt, denn sie befreien die Geldanlage von den Unwägbarkeiten des Kapitalmarktes. So wird dem Investor, bezogen auf einen bestimmten Sticktag, beispielsweise ein Mindestrücknahmepreis, eine Mindestrendite oder auch eine Mindestausschüttung garantiert. Was sich dahinter verbirgt, ist ein ausgeklügeltes Produkt unter Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten. Für Aktienfonds gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Absicherungsmöglichkeiten: die Protective-Put- und die Bond-Call-Strategie. Bei ersterer wird ein Aktienportefeuille durch den Kauf geeigneter Verkaufsoptionen auf das Laufzeitende hin gegen Wertverluste geschützt. Daneben enthält das Portefeuille eine beachtliche Anleiheposition, deren Erträge überwiegend zur Finanzierung der Absicherungskosten verwendet werden. Im Rahmen der Bond-Call-Strategie wird das Portefeuille durch eine Position von Anleihen hoher Bonität abgesichert. Diese Wertpapiere - in der Regel handelt es sich um Null-Kupon-Anleihen - sorgen dafür, daß zum Garantiestichtag der für die Garantieaussage erforderliche Kapitalbetrag zur Verfügung steht. Das verbleibende Fondvermögen wird zum Kauf von Kaufoptionen eingesetzt, damit der Anleger an steigenden Aktienkursen anteilig profitieren kann. |
| Geld | Der Kurssatz G=Geld (Nachfrage) wird verwendet, wenn der amtliche Makler Umsätze nicht getätigt hat, obwohl Nachfrage vorlag. |
| Genußschein | verbriefen Vermögensrechte, die in den jeweiligen Genußschein-Bedingungen genannt sind. Generell handelt es sich um Gläubigerpapiere, die auf einen Nominalwert lauten und mit einem Gewinnanspuch verbunden sind. |
| Geregelter Markt | Im Mai 1987 ins Leben gerufenes drittes Segment des Börsenhandels in Deutschland neben dem amtlichen Handel und dem Freiverkehr. Im Vergleich zum amtlichen Handel bestehen im geregelten Markt geringere Anforderungen an den Börseneinführungsprospekt, auch die Publizitätsvorschriften sind weniger streng. Der geregelte Markt eignet sich daher vor allem für mittelgroße Aktiengesellschaften, die hohe Kosten bei der Börseneinführung ihrer Aktien vermeiden wollen. |
| Gewinn pro Aktie | Eine der wichtigsten Kenn zahlen der fundamentalen Aktienanalyse. Der innerhalb eines bestimmten Zeitraums (Quartal, Geschäftsjahr) erziehlte Unternehmensgewinn wird durch die Anzahl der von dem Unternehmen ausgegebenen Aktien dividiert. Der Gewinn je Aktie dient vor allem zum Vergleich verschiedener Unternehmen derselben Branche und zur Untersuchung der Ertragssituation eines einzelnen Unternehmens über die Zeit. |
| Gewinnrücklagen | Innenfinanzierte Beträge, die im Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr aus dem Ergebnis gebildet worden sind. Das unterscheidet sie indeutig von den Kapitalrücklagen, die dem Unternehmen von außen zugeführt werden. Zu den Gewinnrücklagen gehören aus dem Ergebnis zu bildende gesetzliche oder auf Gesellschaftvertrag oder Satzung beruhende Rücklagen. Rücklagen für eigene Anteile und andere Gewinnrücklagen. Mittelgroße und große Kapitalgesellschaften müssen diese Untergliederung in die Bilanz aufnehmen. |
| Going public | Bez. für die Umwandlung einer Personengesellschaft in eine AG und die Zulassung der Aktien an der Börse. Auch: Zulassung von Aktien einer Unternehmung an der Börse, die bisher dort nicht vertreten war. |
| Good will | Geschäftswert; Firmenwert von Unternehmen. |
| Graumarkttaxe | Kursspanne, die im vorbörslichen Handel ermittelt wird. Neuemissionen werden bei verschiedenen Banken und Maklern vor der Börsenplazierung gehandelt, darunter SCHNIGGE, LANG & SCHWARZ und AHAG. -> Taxe |
| Greenshoe | Auch Mehrzuteilungsoption. Dem -> Emissionskonsortium werden für den Fall, daß die Nachfrage das ursprünglich vorgesehene Emissionsvolumen deutlich überschreitet, Mehrzuteilungen zu den Ursprungskonditionen eingeräumt. Der Name geht auf die amerikanische Greenshoe Manufacturing Company zurück, die diese Vereinbarung erstmals traf. |
| Gut behauptet | Tendenzbezeichnung an Handelstagen mit kleinen Kursgewinnen von durchschnittlich nicht mehr als etwa einem halben Prozent. |
| Handel per Erscheinen | Handel von Wertpapieren vor der eigentlichen Plazierung an der Börse. Der Handel erfolgt zwar vor dem eigentlichen Börsengang (per Erscheinen) - (effektive) Stücke können erst zur Plazierung geliefert werden. Der Handel per Erscheinen oder auch vorbörsliche Handel, dient oft als Indikator für die spätere Kursbildung beim Börsengang. |
| Hauptversammlung | Organ der Aktiengesellschaft. In der Regel einmal jährlich stattfindende Versammlung der Aktionäre. Zugang zur Hauptversammlung und Stimmrecht stehen nur den Inhabern von stimmberechtigten Stammaktien zu, nicht aber Vorzugsaktionären und Inhabern von Genußscheinen. Die Hauptversammlung wird vom Vorstand der AG mit einer Frist von mindestens einem Monat einberufen. Wichtigste Aufgaben der HV sind z. B. die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrates und Beschlußfassung über der Verwendung des Bilanzgewinns. |
| Hebel | Aktueller Basiswert-Preis dividiert durch den Optionsschein-Preis bezogen auf einen Basiswert. Der Hebel soll angeben, um wieviel eine Anlage in Optionsscheinen theoretisch stärker steigt (fällt) als der gleiche im Basisinstrument investierte Anlagebetrag, wenn der Kurs des Basiswertes um eine Einheit steigt (fällt). Da diese Aussage auf der irrigen Annahme beruht, Optionsschein und Basiswert verändern sich parallel, wurde zusätzlich ein abweichend definierter Hebel entwickelt, bei dem der Hebel mit dem \"Delta\" multipliziert wird. Am Markt wird trotz der geschilderten Schwäche überwigend der einfache Hebel verwendet. |
| Hexensabbath | Gemeint ist der Verfallstag für Optionen, Index-Optionen oder Index-Futures. Verfallen alle drei Derivattypen am gleichen Tag, spricht man auch vom \"Hexensabbath\" oder \"Triple Witching Day\" (Dreifacher Verfallstag). Viermal im Jahr gibt es diesen gemeinsamen Verfall der Derivate zum gleichen Zeitpunkt und zwar an dem dritten Freitag der Monate Juni, September, Dezember und März. Besonders beachtet wird der Dreifache Verfallstag, weil es häufig zu starken Ausschlägen in den Kursen bzw. zu hohen gehandelten Volumina an der Börse führt. |
| Highflyer | Bezeichnung für Wertpapiere, die einen markanten Kursanstieg hinter sich haben. Zuweilen werden auch solche Papiere als Highflyer bezeichnet, denen man in Zukunft einen starken Aufwärtstrend zutraut. |
| Holding | Dachgesellschaft, die selbst keine Güter herstellt oder Dienstleistungen erbringt, sondern Unternehmen verwaltet, an denen sie beteiligt ist. Die Holding erwirbt und verwaltet Vermögensanteile und hat in der Regel bestimmenden Einfluß auf deren Produktqualität. |
| Humphrey-Hawkins | Der US-Notenbankpräsident legt halbjährlich (Februar und Juli) einen Bericht über die Lage der US-Wirtschaft vor dem Bankenausschuß des US-Senates und des US-Kongresses vor. Der Name \"Humphrey-Hawkins\" stammt von den Abgeordneten Hubert Humphrey und Augustus Hawkins. Die Berichte fassen die Geldpolitik der vergangenen und der vorausssichtlich zukünftigen Entwicklung der US-Wirtschaft zusammen. |
| ifo; Institut für Wirtschaftsforschung | Das ifo Institut ist eines der sechs führenden wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute Deutschlands. Es befaßt sich mit nationalen und internationalen Fragestellungen und erarbeitet Lösungen zu wirtschaftswissenschaftlichen Problemen. Die ifo-Hauptaufgabe ist, die empirische Wirtschafts-und Sozialforschung und die Öffentlichkeits-Information über seine Forschungsergebnisse. Der ifo Geschäftsklima-Index ist ein vielbeachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung. Jeden Monat befragt das ifo Institut über 7 000 Unternehmen über ihre Einschätzung der konjunkturellen Lage und ihre kurzfristige Planung. Aus diesen Meldungen zum ifo Konjunkturtest wird die \"Stimmungs-Variable\" ifo Geschäftsklima abgeleitet. |
| Index-Zertifikate | spiegeln einen Index wider, wobei eine feste Laufzeit, sowie ein Cap (obere Grenze) maßgeblich für eine Anlageentscheidung sind. Siehe Neuer Markt-Index-Zertifikat. |
| Indices | \"Stimmungs- und Kursveränderungs-Barometer\" vieler Aktien, eines Marktes, Teilmarktes oder einer Branche. Sie können zur Messung der Performance eines individuellen Aktiendepots genutzt werden. Der Index ist auch ein Vergleichsmaßstab (Benchmark) in der Vermögensverwaltung und Hilfmittel zur Trendbeurteilung und -Prognose und auch Bestandteil für das Geschäft in Futures und Optionen geworden und Basiswert für Optionsscheine. Indizes sind nicht vergleichbar, da sie unterschiedlich konzipiert werden. Gratisinfos über Indizes gibt es an den Börsen. |
| Indikator | Im Rahmen der technischen Wertpapieranalyse ein Anzeichen für einen bestimmten Kursverlauf in der Zukunft, unter Umständen für eine Umkehr des bisherigen Verlaufs. Die technische Wertpapieranalyse hat eine Vielzahl von Indikatoren entwickelt, wie etwa den MACD und den Stochastik-Indikator. |
| Inflation | Übermäßige monetäre Ausweitungsprozesse, die zu einer Situation führen, in der die gesamte kaufkräftige Nachfrage nach Gütern und Diensten in einer Volkswirtschaft größer ist als das gesamte Angebot. Merkmale der Inflation sind steigende Preise (Geldentwertung) und, falls diese durch staatliche Maßnahmen gestoppt werden, Bildung eines schwarzen Marktes, Flucht in Sachwerte, was wieder erhöhte Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und somit neuen Preisauftrieb zur Folge hat, letztlich Ersetzung des Geldes durch andere nichtmonetäre Tauschmittel. Durch Inflation werden die Gläubiger von Geldforderungen, vor allem Sparer und Rentner, benachteiligt, während der Kreditnehmer seine Schulden mit entwerteten Geld zurückzahlen kann und der Sachwertbesitzer seine Vermögenswerte behält oder sich verbessert. Halten sich die Geldentwertungsraten in engeren Grenzen, spricht man von schleichender Inflation, ansonsten von offener, galoppierender, Hyperinflation. |
| Inflationrate | Maß für den allgemeinen Preisanstieg in einem bestimmten Zeitraum. Die in Prozent ausgedrückte Inflationsrate sagt, in welchem Ausmaß die allgemeinen Lebenshaltungskosten zu einem Zeitpunkt B im Vergleich zu einem früheren Zeitpunkt A angestiegen sind. |
| Inhaberpapier | Wertpapier, dessen namentlich nicht genannter Inhaber die verbrieften Rechte geltend machen kann. Die Übertragung geschieht durch einfache Einigung und Übergabe. |
| Initial margin | Betrag, den Käufer und Verkäufer bei Eröffnung einer Terminkontrakt-Position gegenüber dem clearing house als Einschuß zu entrichten haben. Die Höhe dieser Sicherheitseinlage richtet sich insbesondere nach Laufzeit und Volatilität des Terminkontraktes. Siehe: Variation margin. |
| Innerer Wert | vom Anleger zu erzielender Gewinn, wenn er seine Option ausüben würde. Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem Kurs des Basiswertes, wobei das Optionsverhältnis als Faktor (z.B. 0,5 bei einer Aktie für zwei Optionsscheine) zu berücksichtigen ist. Formel: Innerer Wert = (akt. Aktienkurs - Basispreis) x Optionsverhältnis. |
| Insider | Person, die durch ihre Tätigkeiten Kenntnis von einer nicht öffentlich bekannten Tatsache hat, die sich auf eine oder mehrere Emittenten von Insiderpapieren oder auf Insiderpapiere bezieht und die geeignet ist, den Kurs der Insiderpapiere erheblich zu beeinflussen, wenn sie öffentlich bekannt wird. |
| Insolvenz | Die andauernde Unfähigkeit eines Unternehmens fälligen finanziellen Verpflichtungen nachkommen zu können. Insolvenzgründe sind Zahlungsunfähigkeit und bei Kapitalgesellschaften Überschuldung. Zur Insolvenzabwicklung dienen die gerichtlichen Konkurs- und Vergleichsverfahren sowie der außergerichtliche Vergleich zwischen Schuldner und Gläubigern. |
| INSTINET (ECN) | Abk. für Institutional Network. Weitgehend automatisiertes (auch außerbörsliches) elektronisches Handelsnetzwerk (ECN) in den USA. Es wurde 1969 für institutionelle Händler gegründet und später auch Brokerfirmen zugänglich gemacht. Im Level2 Screen erscheinen die Orderaufträge vom INSTINET mit der Abkürzung \"INCA\". Die Order über dieses Netzwerk sorgen für einen großen Teil der Liquidität in den amerikanischen Märkten. |
| ISLAND (ECN) | Das elektronische Handelsnetzwerk ISLAND wurde im Februar 1996 in Betrieb genommen. Es ist im Gegensatz zum INSTINET allen Marktteilnehmern über deren Banken zu günstigen Konditionen zugänglich. Die Muttergesellschaft von ISLAND ist selber ein populärer amerikanischer Discountbroker - DATEK. Auch ISLAND verfügt wie das INSTINET über eine große Liquidität. Mittlerweile hat ISLAND auch den vor- und nachbörslichen Handel von Aktien in den USA ermöglicht, der bisher nur wenigen Marktteilnehmern vorbehalten war. Im Level2 Screen erscheinen die Orderaufträge von ISLAND mit der Abkürzung \"ISLD\". |
| Junge Aktien | Aktien, die ausgegeben werden, wenn eine Kapitalerhöhung stattfindet. Altaktionäre, die Vorkaufsrecht (Bezugsrecht) besitzen, bekommen Junge Aktien zuerst. Übriggebliebene Junge Aktien werden solange an der Börse gehandelt, bis sie eine volle Dividendenberechtigung (den Status einer Altaktie) erreicht haben. |
| Kapitalerhöhung | Als Kapitalerhöhung kann man an sich jede Erweiterung der Kapitalbasis eines Betriebes durch Einbringung eigener oder Aufnahme fremder Mittel bezeichnen. Die Erhöhung des Eigenkapitals kann durch Zuführung neuer Mittel von außen (z.B. durch Einlagen des Unternehmers bzw. der Mitunternehmer oder durch Ausgabe neuer Aktien) oder durch Selbstfinanzierung (z.B. durch Nichtentnahme von Gewinnen bzw. Zuweisung von Gewinnen an die Rücklagen) erfolgen |
| Kapitalrücklage | Zweiter Bestandteil der offenen Rücklagen bei Kapitalgesellschaften neben den Gewinnrücklagen, in die Beiträge aus dem Jahresergebnis eingestellt werden. Gemeint sind Beiträge, die dem Unternehmen von außen zugeflossen sind, d.h. alle Einlagen der Gesellschafter, die nicht gezeichnetes Kapital sind: Beiträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennwert hinaus erzielt werden, Beiträge, die bei Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen über den Rückzahlungsbetrag hinaus erzielt werden, Beträge von Zuzahlungen, die Gesellschafter gegen Gewährung eines Vorzuges für ihre Anteile leisten, sowie das eingeforderte Nachschußkapital bei GmbH. |
| Kassakurs | Kursfeststellung derjenigen Wertpapiere, für die börsentäglich nur ein Kurs bestimmt wird oder für diejenigen Aufträge in variabel norierten Wertpapieren, die den festgesetzten Mindestschluß (Mindeststückzahl) nicht erreichen. |
| Konsolidierung | Im Börsensprachgebrauch ist mit Konsolidierung eine Stabilisierung der Kursentwicklung von Wertpapieren in Reaktion auf vorangegangene starke Kursbewegungen gemeint. |
| Konsortialbanken | Banken, die sich gemeinsam an einem Emissions- oder Kreditgeschäft beteiligen. Die Banken übernehmen bestimmte Konsortialquoten, die nicht zwingend gleich sein müssen. |
| Konsortialführer | Bank(en), die leitend an der Spitze eines Emissions-Konsortiums stehen, mit der Emissionsabwicklung beauftragt sind und besondere Führungsprovisionen erhalten. Es gilt ein mit dem Schuldner abgeschlossener Konsortialvertrag. |
| Konsortium | Die an einer Neuemission beteiligten Banken (Konsortialbanken) bilden gemeinsam das (Emissions)-Konsortium, ausserdem werden eine oder mehrere Banken zu(m) -> Konsortialführer(n) beim Börsengang des betreffenden Unternehmens ernannt. Die prozentuale Beteiligung an der Emission wird Konsortialquote genannt. |
| Konsumentenpreisindex (CPI) | Ein Inflationsindex, der die Preisentwicklung eines Warenkorbes für Fertigprodukte und Dienstleistungen mißt. In dem Warenkorb, der alle 10 Jahre neu definiert wird, befinden sich mehr als 360 Einheiten, die zur Berechnung herangezogen werden. Der Index ist einer der wichtigsten Indikatoren für eine Preisinflation und daher von großer Bedeutung für Zinsentscheidungen der FED und damit auch für den Anleihe-Markt. Ein Anstieg der Inflation bewirkt meist ein Fall der Bond-Preise. |
| Konsumentenstimmung | Eine Umfrage der University of Michigan unter Konsumenten, die sowohl die gegenwärtige Situation als auch die zukünftigen Erwartungen widerspiegelt. Die Höhe des Indikators ist ein Gradmesser für die Konsumausgaben. |
| Konsumentenvertrauen | Eine Umfrage des Conference Board unter Konsumenten, die sowohl die gegenwärtige Situation als auch die zukünftigen Erwartungen widerspiegelt. Die Höhe des Indikators ist ein Gradmesser für die Konsumausgaben. |
| Kontrakt | Ein Kontrakt ist eine andere Bezeichnung von Vertrag. An den Termin- und Futuresbörsen werden die die dort gehandelten Waren (Finanztitel,Rohstoffe)in standardisierter Kontraktform notiert. Durch die Standardisierung sind die Kontrakte übertragbar und/oder handelbar. |
| Kulisse | Börsenbesucher, die sich berufsmäßig für eigene Rechnung am Börsenhandel beteiligen (Makler, Banken), um Kursschwankungen auszunutzen. Gegensatz: -> Parkett |
| Kurs-Cash-Flow-Verhältnis (KCV) | Aktienkurs dividiert durch den anteiligen Cash-Flow pro Aktie. Wichtige Kennzahl zur Bewertung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) | Wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragssituation eines Unternehmens. Zur Berechnung wird der aktuelle Börsenkurs durch das Ergebnis je Aktie geteilt. Man erfährt so quasi, mit dem Wievielfachen des Jahresgewinns eine Aktie bewertet ist. Je kleiner das KGV, umso besser ist ein Unternehmen zu beurteilen. |
| Kursbildung an der Börse | An der Börse werden die Kurse von amtlichen und freien Maklern festgestellt. Diese haben vorrangig die Aufgabe, solche Kurse festzustellen, zu denen jeweils die höchsten Umsätze möglich sind. Die Kursbildung an der Börse ist auf die offiziellen Börsenzeiten beschränkt, wodurch - gerade im Devisenhandel - diese Kursbildung nur die in diesem Augenblick herrschende Marktlage wiedergeben kann. |
| Kursgewinn | Neben den laufenden Erträgen wie Dividenden oder Zinsen die zweite Möglichkeit, mit Wertpapieren Geld zu verdienen. Von Kursgewinnen spricht man, wenn Wertpapiere zu einem niedrigeren als dem aktuellen Kurs gekauft wurden. |
| Kursmakler | Durch die Börsenaufsichtsbehörde (im Einvernehmen mit Kursmaklerkammer und Geschäftsführung) amtlich bestellte und vereidigte Handelsmakler, die an den Wertpapierbörsen die Börsenpreise feststellen und an den Warenbörsen bei der amtlichen Feststellung mitwirken. Anders als z.B. Freimakler. Kursmakler dürfen ihre Geschäfte auch als Geschäftsleiter eines Finanzdienstleister- oder Kreditinstitutes als Aktiengesellschaft oder der Gesellschaft mit beschränkter Haftung betreiben. |
| Kurszusatz: T; tax | Taxe; keine Umsätze; der Kurs wurde geschätzt. |
| Leerverkauf | spekulative Nutzung von rückläufigen Kursen ohne Depotbestand im Termingeschäft. Der Leerverkäufer kann über seine Bank Aktien verkaufen, die er nicht besitzt, aber von der Bank vorübergehend bereitgestellt bekommt. In solch einem Fall spricht man davon, daß der Investor die Aktie \"short gegangen ist\", \"geshortet\" oder eben leerverkauft hat. Die Bank wiederum leiht sich die Aktien von einem Inhaber dieser Aktien, sofern sie sie nicht selbst im Depot führt, und berechnet dem Leerverkäufer entsprechende Gebühren. Hat der Leerverkäufer Glück, dann fällt der Kurs der Aktie unter den Kurs, zu dem er \"short gegangen\" ist, d.h. unter dem Preis, zu dem er ursprünglich verkauft hat. Nun kann der Leerverkäufer die verkauften Aktien zu einem geringeren Kurs eindecken, d.h. einkaufen bzw. in Bestand nehmen, als den, zu dem er ursprünglich verkauft hatte. Er kann jetzt die geliehenen Aktien auslösen und, wenn der Kursrückgang groß genug war, alles in allem, d.h. nach Abzug der Gebühren, einen Gewinn einbehalten aus der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis. |
| Level2 Screen | Orderbuch für Aktien, die an der NYSE oder NASDAQ gehandelt werden. Dabei sieht man alle momentan im Markt liegenden Orders - sowohl auf der ask- , als auch auf der bid-Seite (mit entsprechenden Ordergrößen). |
| Leverage-Effekt | Die Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität durch Fremdfinanzierung von Investitionen, deren Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins liegt, wird in der angelsächsischen Literatur als Leverage-Effekt bezeichnet, d.h. als Hebelwirkung zunehmender Verschuldung auf die Eigenkapitalrentabilität oder - anders formuliert - als Abhängigkeit der Eigenkapitalrentabilität von der Gesamtkapitalrentabilität, dem Fremdkapitalzinssatz und dem Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, d.h. dem Verschuldungsgrad. Dieser Effekt kann allerdings auch negativ sein. Liegt der Fremdkapitalzins über der Gesamtkapitalrentabilität, so verwandelt sich der Vorteil, durch kostengünstiges Fremdkapital die Eigenkapitalrentabilität zu erhöhen in einen bedenklichen Nachteil, weil dann die Eigenkapitalrentabilität um so stärker zurückgeht, je höher der prozentuale Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital ist. Der Gesamtertrag ist gleich der Gesamtkapitalrentabilität multipliziert mit dem Eigenkapital plus dem Fremdkapital. |
| Limit-Up / Limit-Down | Handelsbegrenzung für bestimmte Indizes oder Aktien. Die aktuellen Preislimits für Futures an der Chicago Mercantile Exchange (CME), wo z.B. der S&P und der Nasdaq-Future gehandelt werden, |
| Long | Man ist eine Aktie \"long\", d.h. man hat die Aktie gekauft und wartet langfristig auf eine Kursbewegung. |
| Makler | Jemand, der gewerbemäßig für andere die Vermittlung von Verträgen über Anschaffung oder Veräußerung von Waren, Immobilien, Wertpapieren, Versicherungen u.a. übernimmt. Der Makler handelt fallweise und hat Anspruch auf eine Vergütung (Courtage).->Kursmakler, ->Skontroführer,->Freimakler |
| Margin Call | Vom Broker eingeforderte Nachschußpflicht auf das Margin Konto bei bereits abgeschlossenen Termingeschäften, wenn bestehende Sicherheiten nicht mehr ausreichen. |
| Margin Konto | Konto, um Papiere leerzuverkaufen und auf dem sich Wertpapiere befinden, die auch beliehen werden können. |
| Market Maker | Banken oder Wertpapierhäuser, die sich verpflichten, für von ihnen bekanntgegebene Handelsobjekte (Devisen, Aktien, verzinsliche Wertpapiere, Terminkontrakte und Optionen) jederzeit für bestimmte Mindestmengen verbindliche An- und Verkaufskurse zu stellen und damit einen Markt in diesen Titeln zu unterhalten, ohne daß die Market Maker wissen, ob der Handelspartner kaufen oder verkaufen möchte. |
| Marktkapitalisierung | Betrag, den ein Investor bezahlen müßte, um alle Aktien eines Unternehmens zu erwerben. Die Marktkapitalisierung ergibt sich aus der Anzahl der Aktien multipliziert mit dem aktuellen Kurs. |
| MDAX ® | Im MDAX ® sind die 31 bis 100 umsatzstärksten Aktiengesellschaften indexiert, die an der Deutschen Börse AG ® notiert werden. Die Werte werden auch als Mid-caps bezeichnet. |
| Mehrstimmrecht | Durch einen Vertrag kann bestimmt werden, daß der Anteil eines Aktionärs an den Stimmrechten seinen Anteil am Kapital übersteigt. Besondere Bedeutung findet das Mehrstimmrecht bei der AG. Seit 1998 gibt es jedoch keine Neuzulassungen mehr. Bestehende Stimmrechte sollen in einer Übergangsfrist von 5 Jahren gegen einen angemessenen Ausgleich ihres Wertes entfallen. |
| Minusankündigung | Kursrückgang zum Vortag, der von einem Makler auf einer Börsen-Tafel angezeigt wird. Bei mehr als 5% bei Aktien wird der Kursrückgang mit - (einfache Minusankündigung) angezeigt, bei mehr als 10% mit -- (doppelter Minusankündigung) usw. Das Gegenteil von Minusankündigungen sind Plusankündigungen. |
| Momentum | Das Momentum gehört zu den in der technischen Analyse am häufigsten verwendeten Indikatoren. Die Berechnung ist besonders einfach, die Anwendungsmöglichkeiten kennen gleichwohl aber so gut wie keine Begrenzung. Anschaulich drückt das Momentum die Schwungkraft, deren aktuelles Stadium, sowie die Intensität der Kursveränderung an. Dies legt auch die Bedeutung des englischen Wortes \"momentum\" nahe, das soviel besagt wie \"Moment / Triebkraft\". Mathematisch kann man es entfernt mit der 1. Ableitung einer Kursreihe vergleichen. Bei der Berechnung des Momentums wird eine fortlaufende Differenz aus dem aktuellen Kurs und dem Kurs vor n-Tagen gebildet. Als Parameter n werden je nach Zielsetzung Werte um die 10 bis 28 Tage zugrunde gelegt. Die Kurve des Momentums pendelt um eine Nullinie, wobei die Werte über null positiv zu sehen sind, da der Kurs innerhalb der n-Tage gestiegen ist. Momentum-Werte unter Null sind negativ zu deuten, da hier eine Abschwächung stattgefunden hat. Die einfachste Methode, vom Momentum Signale zu erhalten, ist die Auswertung der Nullinien-Schnitte. Schneidet das Momentum die Null von unten, wechselt also von einer Verlust- in eine Gewinnphase, liegt ein Kaufsignal vor. Umgekehrt liegt ein Verkaufssignal vor, wenn die Nullinie wieder unterschritten wird. Der Nachteil dieser Methode liegt darin, daß sich in Seitwärtstrends die (Fehl-) Signale häufen. Abhilfe bieten dann das Einführen von \"neutralen Zonen\" oder das Hinzuziehen von weiteren Indikatoren. Sehr effektiv ist auch das Suchen nach Divergenzen zwischen Momentum und Basistitel. Neue Tiefstkurse im Basistitel, begleitet von ansteigenden Tiefstwerten im Momentum deuten auf einen positiven Trendwechsel hin. |
| Moving Average Convergence/Divergence (M | Der MACD nimmt im Gebiet der technischen Indikatoren eine Doppelstellung ein, da er sowohl als Trendfolger als auch als Oszillator interpretiert werden kann. Da er auf exponentiell gleitenden Durchschnitten basiert, liegt der Schwerpunkt jedoch eindeutig auf der Trendfolgefunktion. Besonders in den letzten Jahren erfreut sich der MACD einer außerordentlichen Beliebtheit sowohl bei Privatanlegern als auch bei Börsenprofis - vor allem wohl auf seine Vielseitigkeit zurückzuführen. Die MACD-Linie stellt die Differenz zweier exponentiell gewichteter gleitender Durchschnitte (EGGD) dar. Der längerfristige EGGD wird dabei vom kurzfristigen EGGD abgezogen. Die MACD-Linie bewegt sich um die Nullinie herum und kann ähnlich wie das Momentum interpretiert werden. Seine eigentliche Raffinesse gewinnt der MACD jedoch erst, indem er einen dritten exponentiellen GD ins Spiel bringt. Dieser wird von der MACD-Linie gewonnen und dient als Signallinie, genannt \"Trigger\". Die Schnittpunkte zwischen MACD- und Signallinie werden dann als die eigentlichen Kauf- und Verkaufsempfehlungen interpretiert. Eine Long-Position wird eröffnet (=Kaufsignal), wenn der MACD den Trigger aufwärts schneidet. Wird der MACD vom Trigger wieder eingeholt, wird die Position wieder geschlossen. Möglich ist auch die Verwendung des MACD nur als Trendanzeiger, wenn man zum konkreten Ein- und Ausstieg auf andere Indiaktoren vertraut. Auf diese Weise wird umgangen, daß der MACD einerseits zuverlässiger wird, je langsamer er eingestellt ist, andererseits dann aber auch oft Trends \"verschläft\". Positive Trends zeigt der MACD an, wenn er oberhalb der Signallinie notiert. Es ist auch möglich einen kommenden Aufwärtstrend zu antizipieren, wenn sich der MACD der Signallinie rasch nähert. Eine dritte Möglichkeit der Interpretation des MACD besteht in der Suche nach Divergenzen, d. h. gegenläufiger Tendenz von MACD-Linie und Kurs. Bildet der Kurs etwa neue Tiefststände heraus, während der MACD schon wieder Aufwärtstendenz zeigt, so könnte dies ein Anzeichen für einen nahenden Trendumschwung auch im Basiswert sein. |
| NAPM | Eine Umfrage der nationalen US-Einkaufsmanager-Vereinigung, aus der ein Diffussionsindex ermittelt wird. Ein Stand über z.B. 50 Prozent ist ein Zeichen für Expansion im produzierenden Gewerbe. |
| NASDAQ | An der amerikanischen \"National Association of Security Dealers\" einer Freiverkehrsbörse, werden rund 4000 Aktien gehandelt. Es handelt sich um einen Präsenzbörse. |
| Neuer Markt | Der Neue Markt gibt jungen dynamischen Aktienunternehmen die Möglichkeit sich an der Börse zu etablieren (Neuer Markt-Index ®). Ferner sind die Ad-hoc-Publikationen eingeschränkt, so daß die Unternehmen geringeren Publikationen gegenüberstehen als Aktienunternehmen im geregelten Markt. |
| NEWEX (New Europe Exchange) | Ein Qualitätsmarkt und eine Handels- und Finanzierungsplattform im Euroraum für Aktien aus Mittel- und Osteuropa - iniziiert von der Deutschen Börse und der Wiener Börse. Sitz der Börse NEWEX ist Wien, gehandelt wird nach österreichischem Recht. Diese neue Börse läuft auf dem Handelssystem Xetra der Deutschen Börse und startet im Herbst 2000. Noch mehr Infos zur NEWEX. |
| NIKKEI | An der Börse in Tokio berechneter Aktienindex. Der NIKKEI-225-Index stellt den Durchschnittskurs von 225 Aktien dar. Der NIKKEI-300-Index berücksichtigt die Börsenkapitalisierung der Index-Werte. |
| Noise | Von Noise (Rauschen) spricht man, wenn es auf Finanzmärkten zu Kursänderungen kommt, ohne dass neue bewertungsrelevante Informationen vorliegen. Noise-Händler verhalten sich in der Regel nicht rational. Ihre Handlungen basieren oft auf irrrelevanten oder schon „eingepreisten“ Informationen und Informationen von Börsengurus. Auch reagieren sie oft zu stark auf neue Informationen oder extrapolieren Kurse der Vergangenheit unkritisch in die Zukunft. Gleichzeitig wäre der Handel an Aktienbörsen u. ä. nicht denkbar ohne Noise. |
| NYSE | New York Stock Exchange (Wall Street) |
| Opèration blanche | Allgemein gebräuchliche Methode, um die längerfristige Wertentwicklung von Aktien zu berechnen. Der Grundgedanke einer solchen Berechnung ist immer, ausgehend von einem bestimmten Anlagebetrag den Aktienbestand \"aus sich heraus\" wachsen zu lassen, d.h. ohne neue Mittel von außen zuzuführen. Die Opèration blanche bedingt i.d.R. zur Mitfinanzierung von neuen Aktien einen Teilverkauf von Bezugsrechten. Durch die Ansammlung von Dividendenerträgen kann jedoch ein Betrag zur Wiederanlage bereitstehen, der sogar einen Zukauf von Bezugsrechten ermöglicht. Damit kann die Zahl der zu beziehenden Aktien höher ausfallen. Um ermitteln zu können, geht man folgendermaßen vor: Zunächst benötigt man den Betrag, der zum Bezug der neuen Aktien zur Verfügung steht. Diesen erhält man dadurch, daß man alle Bezugsrechte zum jeweils ersten Kurs verkauft und den Saldenbestand hinzurechnet. Die nächste relevante Größe ist der Betrag, der zum Bezug einer Aktie, und zwar über den Kauf der entsprechend notwendigen Anzahl von Bezugsrechten, aufgewendet werden muß. Die Division der aus dem Bezugsrechtsverkauf plus Saldo zur Verfügung stehenden Summe durch den Kaufpreis einer Aktie ergibt die Anzahl der zu beziehenden Aktien. Am Ende des Betrachtungszeitraumes folgt eine Aufstellung, die zuzüglich aufgelaufener Dividenden aufzeigt. Diese modellhafte Vorgehensweise ist jedoch nicht unbedingt auf die Praxis der Kapitalanlage anzuwenden, da es durchaus sinnvoll sein kann, sich zu bestimmten Zeitpunkten von Aktien zu trennen, umzuschichten oder eine Rentenanlage vorzuziehen. Dennoch kann das Verfahren der Opèration blanche Entscheidungshilfen im Rahmen der Aktienanlage liefern. |
| Optionen | Mit einer Option hat ein Käufer die Wahl, wann er ein vorher vertraglich vereinbartes Angebot annimmt: Innerhalb der Laufzeit (Frist) oder am Laufzeitende. Es gibt Calls (Kaufoptionen), mit denen der Kunde kaufen kann und Puts (Verkaufsoptionen), mit denen er verkaufen kann. Optionen werden an Terminbörsen auf Futures oder andere Underlyings gehandelt. Wird eine Option am letzten Handelstag nicht ausgeübt, verfällt sie wertlos. |
| Optionsscheine ( Warrants ) | Wertpapiere, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums das Recht auf den Bezug von Aktien, Devisen o. ä. zu einem vorher festgelegten Preis verbriefen. Den vorher festgelegten Preis nennt man Bezugspreis oder Basispreis. Das Datum, an dem das Bezugsrecht ausläuft, nennt man Auslaufdatum oder Enddatum. Es gibt auch Optionen, die zum Verkauf von Wertpapieren berechtigen. Diese nennt man Put-Optionen, im Gegensatz zu Call-Optionen. Für jede Option kann über ein aufwendiges mathematisches Verfahren ein fairer Preis (auch: theoretischer Preis) ermittelt werden (Black-Scholes-Modell), der meist recht gut mit dem tatsächlichen Preis übereinstimmt. |
| Optionstherapien | Vertical Bull Call Spread: Kauf eines Calls mit niedrigerem Basispreis und Verkauf eines Calls mit höherem Basispreis. Der Positionsaufbau findet im gleichen Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum statt. Vertical Bear Call Spread: Verkauf eines Calls mit niedrigerem Basispreis und Kauf eines Calls mit höherem Basispreis. Der Positionsaufbau findet im gleichem Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum statt. Vertical Bull Put Spread: Kauf eines Puts mit niedrigerem Basispreis und Verkauf eines Puts mit höherem Basispreis. Der Positionsaufbau findet im gleichem Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum statt. Vertical Bear Put Spread: Verkauf eines Puts mit niedrigerem Basispreis und Kauf eines Puts mit höherem Basispreis. Der Positionsaufbau findet im gleichen Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum statt. Long Straddle: Kauf der gleichen Anzahl von Calls und Puts im gleichen Basiswert, zum gleichen Verfallsdatum und zum gleichen Basispreis. Short Straddle: Verkauf der gleichen Anzahl von Calls und Puts im gleichen Basiswert, zum gleichen Verfallsdatum und zum gleichen Basispreis. Long Strangle: Kauf der gleichen Anzahl von Out-of-the-money Calls und Out-of-the-money Puts im gleichen Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum. Short Strangle: Verkauf der gleichen Anzahl von Out-of-the-money Calls und Out-of-the-money Puts im gleichen Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum. Long Butterfly mit Calls: Kauf eines Out-of-the-money Calls und Kauf eines In-the-money Calls. Gleichzeitig werden zwei At-the-money Calls verkauft. Der Positionsaufbau findet im gleichen Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum statt. Die Abstände zwischen den Basispreisen sind hier gleich groß. Short Butterfly mit Calls: Verkauf eines Out-of-the-money Calls und eines In-the-money Calls. Gleichzeitig werden zwei At-the-money Calls gekauft. Der Aufbau findet im gleichen Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum statt. Die Abstände zwischen den Basispreisen sind hier gleich groß. Long Condor mit Calls: Kauf eines Deep-out-of-the-money Calls, Verkauf eines Out-of-the-money Calls, Verkauf eines In-the-money Calls und Kauf eines Deep-in-the-money Calls. Der Positionsaufbau findet im gleichen Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum statt. Die Abstände zwischen den Basispreisen sind hier gleich groß. Short Condor mit Calls: Verkauf eines Deep-out-of-the-money Calls, Kauf eines Out-of-the-money Calls, Kauf eines In-the-money Calls und Verkauf eines Deep-in-the-money Calls. Der Positionsaufbau findet im gleichen Basiswert und zum gleichen Verfallsdatum statt. Die Abstände zwischen den Basispreisen sind hier gleich groß. |
| Optionsverhältnis | Das Optionsverhältnis (oft auch Bezugsverhältnis genannt) drückt aus, wieviele Einheiten des Basiswertes Sie als Inhaber des Optionsscheines durch Ausübung der Option kaufen (Call) bzw. verkaufen (Put) können. Ist ein Barausgleich vorgesehen, so gibt das Optionsverhältnis an, wie viele Einheiten des Basiswertes bei der Berechnung des Barausgleichs zugrunde zu legen sind. |
| Orderbuch | Makler-Übersicht, meist in elektronischer Form, in der alle für die Kursentwicklung relevanten Kauf- und Verkaufsaufträge gesammelt werden. |
| Oszillatoren | Indikatoren, die zwischen einer oberen und unteren Begrenzung hin und her \"schwingen\" (oszillieren = schwingen). Sie zeigen die Extremphasen in der Kursentwicklung auf und können Übertreibungen des Marktes diagnostizieren. Die Interpretationsmethoden der verschiedenen Oszillatoren sind sich z. T. sehr ähnlich. Oft werden Oszillatoren auch als überkauft/überverkauft-Oszillatoren bezeichnet. Beim Erreichen der oberen Extremzone gilt der Markt als überkauft, beim Erreichen der unteren Extremzone als überverkauft. Beispiele für Oszillatoren sind der OBOS-Oszillator und die Sto-chastik. |
| OTC Bulletin Board | Amerikanischer Freiverkehrshandel, dessen gehandelte Werte nur geringen Zulassungsprüfungen und/ oder Überwachungen unterliegen. Werte des OTC (=Over The Counter) sollten nur mit großtmöglicher Vorsicht (wenn überhaupt) gehandelt werden, da durch die geringe Transparenz zahlreiche Betrugsmöglichkeiten entstehen. |
| OTC-Markt | OTC bedeutet \"over the counter\". Gemeint ist der Handel über den Bankschalter an amerikanischen Börsen. Gehandelt werden Aktien, die die Zustimmungen für die amerikanischen Börsen nicht erfüllen und deshalb in den OTC-Markt gehen. |
| Overbought/Oversold Oszillator (OBOS) | Der OBOS-Oszillator versucht, einen überkauften oder überverkauften Markt aufzuzeigen. Bei einem überkauften und damit überteuerten Markt realisieren erfahrungsgemäß viele Anleger ihre erzielten Gewinne, wodurch die Kurse wieder fallen. Das gleiche gilt umgekehrt für den überverkauften Markt. Der Wert für den OBOS-Oszillator pendelt zwischen 0 und 100. Ein Wert von über 80 deutet auf einen überkauften, ein Wert unter 20 auf einen überverkauften Markt hin. Der OBOS gehört wie die meisten Oszillatoren eher zu den kurzfristiger orientierten Indikatoren, überkauft und überverkauft wechseln sich in kurzer Folge ab. |
| Parabolic Time/Price System (PTPS) | Dieser Trendfolge-Indikator gehört zu den eher kurzfristig orientierten Indikatoren und liefert ausgezeichnete Signale. Das PTPS wechselt zwischen Long- und Short-Positionen (Kaufen/Verkaufen) und generiert direkt entsprechende Handelssignale. Üblicherweise wird das PTPS dem Kurs des Basistitels überlagert. In einem beginnenden Aufwärtstrend nimmt das PTPS eine Long-Position ein. Es startet etwas niedriger als der Kurs und beginnt immer stärker zu steigen. Erreicht das PTPS den Kurs des Wertpapiers, wird die Long-Position geschlossen und eine Short-Position eröffnet. Das PTPS startet nun etwas höher als der Kurs und beginnt immer stärker zu fallen. Erreicht das PTPS den Kurs, wird wieder eine Long-Position eröffnet, usw. Der Parameter zum PTPS wird \"Acceleration Factor\" (AF) genannt und beeinflußt, wie schnell zwischen Long- und Short-Positionen gewechselt wird. Man kann damit sowohl einen kurzfristigen als auch langfristigen Indikator erhalten. Der AF muß immer im Bereich zwischen 0 und 1 liegen. Als gut haben sich Werte zwischen 0.02 und 0.2 herausgestellt. Andere AF-Werte liefern zuviele Fehlsignale bzw. \"verschlafen\" den jeweiligen Trend. |
| Parkett | 1. technische Bezeichnung für den offiziellen Börsenverkehr in amtlich zugelassenen Werten durch die Kursmakler. 2. Im Parkett des Börsensaales findet der Börsenhandel statt. Zutritt haben nur die zugelassenen Börsenmitglieder und ihre Gäste. Alle anderen (Galeriebesucher) können dem Börsentreiben von der Galerie aus zuschauen. Gegensatz -> Kulisse |
| PEG Ratio | Das PEG-Ratio (Price-Earnings to Growth Ratio) setzt das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) eines Geschäftsjahres in Bezug zum erwarteten Gewinnwachstum im kommenden Geschäftsjahr. Ein PEG-Ratio von 1 deutet auf eine faire Bewertung der Aktie hin, ist der Wert größer 1 ist die Aktie eher überbewertet, ist er dagegen kleiner 1, so ist die Aktie eher unterbewertet. |
| Penny Stocks | Sogenannte Penny Stocks sind grundsätzlich mit einem besonders hohen Risiko verbunden. Es handelt sich dabei um in der Regel nicht an Börsen gehandelte Aktien, die häufig von Explorationsgesellschaften begeben werden. Der Preis dieser Aktien beträgt meist weniger als 1 US-$; die Papiere werden häufig nur über ein einzelnes Brokerhaus vertrieben. Ob und zu welchem Kurs das Brokerhaus den Handel mit einem bestimmten Wertpapier aufrecht erhält, ist ungewiß, so daß beim Fortfall des einzigen Market Makers die Handelbarkeit dieser Papiere entfällt. Eine jederzeitige Wiederverkäuflichkeit ist somit nicht gesichert. |
| Performance | Leistungen, die die Kapitalanlage betreffen (Wertzuwachs des Vermögens, Leistung des Anlageverwalteres usw.) |
| Plusankündigung | Kursanstieg zum Vortag, der von einem Makler auf einer Börsensaal-Tafel angebracht wird. Eine einfache Plusankündigung (+) nennt man Änderungen bei festverzinslichen Werten von 1-2% vom Kurswert und Aktien 5-10% vom Kurswert. Erhöhen sich die Kurse bei festverzinslichen Werten um mehr als 2% und bei Aktien um mehr als 10%, spricht man von einer doppelten Plusankündigung (++) usw. Das Gegenteil zu Plusankündigungen sind Kursrückgänge: Minusankündigungen. |
| Portfolio | ein aus verschiedenen Titeln zusammengesetztes Wertpapiervermögen in einer Hand. |
| PPI (Produzentenpreisindex / Erzeugerpre | Ein Inflationsindikator, der die Preisentwicklung eines Warenkorbes für Produktionsvorpro- dukte mißt. Während einer Wachstumsphase in der Wirtschaft werden oft Zuwächse im PPI vor einem ähnlichen Anstieg beim Konsumenten- preisindex bemerkt. Daher gilt der PPI als ein Frühindikator. |
| Premarket | Vorbörslicher Handel an der NASDAQ, der amerikanischen Computerbörse. |
| Prozentkurs | Als Prozentkurs bezeichnet man einen Börsenkurs, der in Prozenten des Nennwertes angegeben ist. Er wird hauptsächlich bei Anleihen verwendet. |
| Put | 1)Verkaufsoption. Gegensatz: Call (Kaufoption) 2) Rückprämie im amerikanischen Wertpapierhandel. Der Verkäufer einer Rückprämie kann dem Käufer an einem festlegten Termin die Wertpapiere zum vereinbarten Kurs liefern oder die Rückprämie auszahlen und davon Abstand nehmen. |
| Quick Ratio | Liquiditätsgrad: Verhältnis der Barmittel, Forderungen und Wertpapiere zu kurzfristigen Verbindlichkeiten. |
| Quote driven market | Notierungsgesteuerter Markt, an dem spezielle Marktintermediäre ->market makers für bestimmte Wertpapiere verbindlich Geld- und Briefkurse stellen und die Aufträge entsprechend ausführen. |
| Quote request | Anforderung verbindlicher Geld- und Briefkurse. Verpflichtet einen Market Maker, für eine gewünschte Menge gleichzeitig Geld- und Briefkurse zu stellen. Wird in das System der Eurex eine Bestens- oder Billigstorder eingegeben, wird automatisch die Funktion \"quote request\" ausgelöst. |
| Random Walk-Hypothese | Schon 1900 schrieb Louis Bachelier ein provokantes Papier, die \"Theory of Speculation\" (Theorie von der Spekulation), das als Basis für die Random Walk-Hypothese gilt. Es bestreitet die Richtigkeit und Anwendbarkeit der beiden technischen und fundamentalen Analysen. Es behauptet, daß Aktienpreisveränderungen rein zufällig sind und die Zukunft durch keine bekannte Methode vorhergesagt werden kann. Das bedeutet in Bezug auf die technische Analyse, daß Aktienpreisänderungen kein \"Gedächtnis\" haben und daß die vergangenen historischen Daten nicht zur Vorhersage der Zukunft dienen können. Ausgezeichnete Analytiker, die konstant und zuverlässig Wirtschaftsereignisse planen, haben keine Chance, einen außerordentlichen Profit zu machen und könnten aufgrund alter Daten keinen Erfolg bei der Bestimmung zukünftiger Aktienpreise haben. Diese Hypothese hat unter den Investment-Profis wenig Freunde, aber eine große Popularität bei Akademikern. Niemand der letztgenannten hat versucht, Bacheliers Grundideen zu verbessern. Sie scheinen mit der Hoffnungslosigkeit zufrieden zu sein, die keinen Raum für kreatives, intelligentes Handeln läßt. Die Tatsache, daß einige Investoren riesige Erfolge hatten, sollte Anlaß genug sein, die Zweifel an der Hypothese Bacheliers zu mehren. In der Tat gibt es eine Reihe Herausforderungen an die Random Walk-Hypothese. Ihre Anhänger , die glaubten mit technische Strategien könnte kein Geld verdient werden, mußten widerstrebend anerkennen, daß technische Methoden sehr wohl Profit machen können. Vor allem, wenn man sie mit der Kauf/Halte-Strategie vergleicht, die von Befürwortern der Random Walk-Hypothese naheliegend angewandt werden müßte. Die Tatsache, daß die Kauf/Halte-Strategie eine unbeständige und aggressive, ja hochriskante Strategie ist, ist so gut wie gänzlich unbekannt. Ebensowenig bekannt ist, daß sie in vielen Zeitperioden katastrophale Ergebnisse brachte. Ein Markthistoriker kann natürlich niemals vergessen, daß die Kauf/Halte-Strategie 89% des investierten Kapitals von 1929 bis 1932 verlor, und 20 % bis 50 % des Kapitals in vielen anderen Marktperioden in der Vergangenheit verlor. Konservative Investoren halten eine solche Risikostrategie für vollkommen unakzeptabel. Letztlich gibt es keine Garantie, daß das wirtschaftliche Wachstum im Langzeittrend automatisch zu Preisanstiegen führen wird. Wir kennen viele Investment-Modelle, die die Kauf/Halte-Strategie schlagen und zeigen, daß die Aktienpreise eben nicht zufällig steigen oder fallen. |
| ratG; ratB; Repartierung / Rationierung | Ist bei Wertpapieremissionen oder Kursfindungen die Nachfrage größer als das Angebot, die Emission also überzeichnet, bzw. die Nachfrage bei einem nur geringen Angebot sehr groß, wird unter Bekanntgabe einer Kurstaxe darauf aufmerksam gemacht. Die vorliegenden Aufträge werden bei Nachfrageüberhang voraussichtlich nur zugeteilt (repartiert, rationiert) bzw. bei Angebotsüberhang beschränkt abgenommen. |
| Rating | Bewertung der Bonität von Schuldtiteln und deren Emittenten anhand verschiedener Kriterien, z.B. unternehmens- und branchenbezogene oder Länderrisiken. Bekannte Agenturen, die Ratings veröffentlichen, sind Standard & Poors, Moody´s oder Fitch IBCA. Sie ermitteln die Kennziffern (Ratings), die die Schuldnereinstufungen widerspiegeln. Höchste Note: AAA (Triple-A). Vergleiche: Kauf-Rating für Aktien |
| Relative Stärke Index nach Wilder (RSI) | Der RSI Relative Stärke Index mißt - ganz im Gegensatz zu seiner Bezeichnung - die \"innere\" Stärke eines Titels, und nicht die Stärke relativ zu anderen Werten. Außerdem soll er überkaufte bzw. überverkaufte Maktsituationen anzeigen. Beim RSI werden die Aufwärtsdifferenzen einer Kursentwicklung ins Verhältnis zu deren Abwärtsdifferenzen gesetzt. Der Wert des RSI variiert zwischen 0 und 100. Die RSI weist dabei folgende Eigenschaften auf: Tiefstwerte unterhalb 30 und Höchstwerte oberhalb 70 bilden sich meist früher heraus, als im Kursverlauf des Basistitels. Charttechnische Unterstützungen und Widerstände werden deutlicher sichtbar, als im Basistitel. Wenn die Indikatorlinie unter 30 liegt, so deutet dies einen überverkauften Markt hin. Liegt sie oberhalb von 70, deutet dies auf einen überkauften Markt hin. Als Kaufsignal gilt, wenn die 30er Marke von unten überschritten wird. Die eingenommene Position kann wieder geschlossen werden, wenn die 70er Marke ebenfalls erreicht wird. Sehr effektiv kann die Analyse des Relative Stärke Index nach charttechnischen Kriterien sein, da sich - wie oben beschrieben - charttechnische Formationen oft deutlich früher herauskristallisieren, als im Chart selbst. |
| Rendite | Der Begriff   Rendite  steht für eine Verhältnismäßigkeit zwischen eingezahltem und ausgezahltem Kapital und wird häufig als Prozentsatz angegeben. Eine allgemeine gebräuchliche Messung der Rendite ist der Zinssatz. 1. Bei der Berechnung der Aktienrendite (Barrendite) wird die Jahresdividende in Prozent des Kurswertes der Aktie ausgedrückt. Anders als bei einer Anleihe, wo der Zins vorher vertraglich vereinbart wurde, ist die Aktien Dividende auf längere zeit von Jahren nicht festgelegt, sondern variiert je nach positivem oder negativen Jahresabschlüssen der jeweiligen Kapitalgesellschaft. 2. Bei der Berechnung der Anleihenrendite wird zwischen der direkten oder der einfachen Barrendite oder der Rendite auf Verfall unterschieden. Hier gibt es verschiedene Methoden zur Berechnung. |
| Scalpers | sind an der Börse nur ganz kurzfristig am Markt, sie leben von den kleinen Ausschlägen, die man am großen Markttrend erkennt, wenn man seinen Verlauf durch die \"Lupe\" betrachtet. |
| SDAX | Mit dem Start des SMAX kommt auch ein neuer Index: Der SDAX, der die Wertentwicklung der 100 stärksten Werte abbildet. Seinen Börsenstart erlebt der SDAX voraussichtlich am 21. Juni, nach dem nächsten großen Verfallstermin an der EUREX. Über die Zusammensetzung entscheidet am 15. Juni der Vorstand der deutschen Börse AG . Aufnahmekriteruim ist das 220/220 Kriterium, das heißt, der Titel sollte nach Marktkapitalisierung und Liquidität zu den führenden 220 deutschen Werten gehören |
| Shareholder-Value | Bewertungsgröße für Unternehmen, strategische Geschäftseinheiten oder Strategien. Der Bewertung liegt die Annahme zugrunde, daß der Wert eines Unternehmens für die Anteilseigner (Shareholder) durch Diskontierung aller zukünftig im Unternehmen zu erwartenden Cash Flows näherungsweise bestimmt werden kann. Strategische Entscheidungen lassen sich unter dieser Annahme danach beurteilen, welche Veränderungen sie in bezug auf den künftig zu erwartenden Cash Flow bewirken. Der Shareholder Value kann im Rahmen des strategischen Kostenmanagements eingesetzt werden, um auf der Basis einer langfristigen Sichtweise Strategien zu bewerten und auszuwählen. |
| Short | Verkaufsposition s.Leerverkauf, das ist ein Geschäft, das mit einem Verkauf beginnt und später durch einen Kauf abgeschlossen wird. Shorten bedeutet, daß man einen Terminvertrag verkauft hat, welcher nicht die Liquidierung eines zuvor gekauften Vertrages auf den gleichen Liefermonat bewirkt. Man verkauft also in Erwartung, zu niedrigerem Preis zurückkaufen zu können. |
| Short Interest | Summe aller leerverkauften Aktien eines Unternehmens. |
| Short Selling | Aktien werden verkauft, ohne daß der Anleger die Papiere vorher erworben hat. Investoren setzten beim Leerverkauf auf fallende Kurse. |
| Short Squeeze | Steigt der Kurs, so bekommen viele \"Shorties\" einen Margin Call. Können Sie keine weiteren Sicherheiten hinterlegen, muß die Aktie am Markt gekauft werden. Die hierdurch steigenden Kurse bringen weitere Short Seller in Bedrängnis. |
| Skontroführer | Personen, die neben den Kursmaklern die Preise im nichtamtlichen Handel festlegen und von der Börsenaufsichtsbehörde kontrolliert werden. Sie sind Eigenhändler und Vermittler. Als sogenannte Finanzdienstleister, sofern gewerblich betrieben, unterliegen sie einer Zulassungspflicht und der Solvenzaufsicht durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen. |
| Small-caps | Darunter versteht man die Aktiengesellschaften, die nicht zu den 100 umsatzstärksten Unternehmen gehören. Zusammenfassend werden sie im S-DAX ® notiert. |
| SMAX (Small Cap Exchange) | SMAX bezeichnet das neue Qualitätsmerkmal für kleine Aktienwerte, das Ende April an der Frankfurter Börse eingeführt wurde. Damit werden kleinere, aber aussichtsreiche Aktien bekannter gemacht.Und das sind die Kriterien für die Aufnahme kleiner Titel in den \"SMAX\": 1. Die Zulassung an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) zum amtlichen Handel oder zum geregelten Markt, 2. Qualitätsberichte (um Auslandsinteresse zu wecken auch in englisch) im Abstand von 3, 6 oder 9 Monaten, 3. Designated Sponsors: Ein Kreditinstitut oder einen Finanzdienstleister wird als Aktienbetreuer in Xetra beauftragt, Anfragen von Marktteilnehmern zu beantworten oder selbst verbindliche Kauf- oder Verkaufsangebote in das Xetra-Orderbuch zu stellen, 4. Free float: Der Anteil frei an der Börse handelbarer Aktien muß mindestes 20 % betragen, 5. der Übernahmekodex, eine freiwillige Selbstverpflichtung, muß anerkannt werden und 6. der Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat ist jährlich, (meist im Jahresbericht) zu veröffentlichen. |
| Splitting | Erhöhung der im Umlauf befindlichen Aktien ohne gleichzeitige Kapitalerhöhung. Bei einem Split 1:2 erhalten Aktionäre 2 neue Aktien für 1 alte Aktie. Die neuen Aktien sind dabei genau die Hälfte wert. Das Splitting dient hauptsächliche dem Zweck, aus schweren Aktien leichte zu machen, um sie so für den Anleger vom Preis her optisch attraktiver zu machen. |
| Stilhalter | Den passiven Verkäufer im Optionshandel nennt an Stillhalter. Er hat auf Verlangen des Optionskäufers die zuvor vereinbarte Basiswerte zum voher festgelegten Preis zu liefern. Er muss dem Optionsverkäufer die zugrunde liegenden Bsiswert zum zuvor vereinbarten Peis abnehmen. |
| Stochastik nach Lane | Einer der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Oszillatoren stellt die Stochastik dar, die von G. C. Lane entwickelt wurde. Die Bezeichnung dieses Indikators ist etwas irreführend, weil weder Berechnung noch Interpretation des Stochastik-Indikators etwas mit Wahrscheinlichkeitsrechnung zu tun haben. Man unterscheidet zwischen \"Fast\" (=\"schnell\") und \"Slow\" (=\"langsam\") Stochastik. Hier wird die \"Fast\"-Variante beschrieben. Ein Stochastik-Wert wird berechnet, indem die Differenz zwischen Schlußkurs und dem Tief der letzten n-Tage mit der Kursbreite desselben Zeitraums ins Verhältnis gesetzt wird. Die Werte, die man damit erhält, werden exponentiell geglättet. Dies stellt die Stochastik-Linie dar. Die Signallinie stellt wiederum einen gleitenden Durchschnitt der Stochastik dar. Die Stochastik-Linie wird oft auch als \"%K\"-Linie, die Signallinie als \"%D\"-Linie bezeichnet. Beide Linien notieren stets zwischen 0 und 100. Hohe Stochastik-Werte signalisieren einen überkauften Zustand, niedrige Stochastik-Werte einen überverkauften Zustand. Eine Interpretation der Stochastik ähnlich wie beim OBOS-Oszillator ist möglich. Die Signallinie ermöglicht jedoch differenziertere Ansätze. Die Kreuzung von %K- und %D-Linie kann als Kauf- und Verkaufssignal genutzt werden. Übersteigt die %K-Linie die %D-Linie, liegt ein Kaufsignal vor. Die umgekehrte Schnittrichtung ist analog als Verkaufsignal zu interpretieren. |
| Stockswap (Aktientausch) | Erfolgt evtl. nach einer Verschmelzung (Umtausch von Aktien der aufgenommenen AG in solche der aufnehmenden AG), ggf. bei einer Kapitalherabsetzung oder anderen Gründen. Nach Umtauschfrist-Ablauf erklärt die AG die Aktie für kraftlos. Die Aufforderung zum Umtausch ist in den Gesellschaftsblättern und bei Börsenwerten in mindestens einem Pflichtblatt pro beteiligter Börse zu veröffentlichen. |
| Stopp Buy-Order | Bei Erreichen oder Überschreiten eines vom Anleger festgelegten Aktienkurses werden Kaufaufträge zum nächsten erhältlichen Börsenkurs billigst ausgeführt, unabhängig davon, ob dieser Kurs über oder unter dem vom Auftraggeber festgelegten Kurs liegt. Stillhalter von Kaufoptionen können durch Setzen von Stopp Buy-Orders offene Positionen bei Kurssteigerungen ohne größere Verluste schließen. Gegensatz: ->Stop Loss-Order |
| Stopp Loss-Order | Handelsmöglichkeit. Verkaufsaufträge, die bestens ausgeführt werden. Beim Kauf legt der Anleger einen (unter dem Einstandskurs liegenden) Stopp-Kurs fest, bei dessen Erreichen die Position verkauft wird. Mit einer Stop Loss-Order will man einen Gewinn sichern und einen möglichen Verlust beschränken. Der exakte Verkaufskurs kann nicht festgelegt werden. Die Stop Loss-Order wird nach Erreichen oder Unterschreiten des fixierten Mindestkurses zum nächsten aktuellen Börsenkurs ausgeführt. Gegensatz: ->Stop Buy-Order. |
| Straddle | Ein Straddle ist eine Definition aus einem Optionsgeschäft. Er beinhaltet einen gleichzeitigen Kauf (long straddle) oder Verkauf (short straddle) je eines Calls und Puts auf das selbe Basisgut mit gleicher Laufzeit aber unterschiedlichen Strikiking Prices. |
| Strangle | Gleichzeitiger Kauf oder Verkauf von call- und put-Optionen mit identischen Fälligkeiten, jedoch unterschiedlichen Basispreisen ( In the money Calls + in the money Puts); diese liegen bei den call-Optionen oberhalb, bei den put-Optionen unterhalb des Marktpreises des Basisobjektes. Folgend wird ein Long-Strangle graphisch näher beleuchtet werden. |
| Strike | Ausübungspreis: Preis, der bei Optionsausübung für die Zahlung des Differenzbetrages maßgeblich ist. |
| Tafelgeschäft | Wertpapier- oder Devisengeschäft, das am Bankschalter \"Zug-um-Zug\", d.h. durch Aushändigung der Papiere und sofortige Barzahlung abgewickelt wird. |
| TANKAN-Bericht | Der weltweit stark beachtete \"Tankan\"-Bericht der Bank of Japan wertet eine Vielzahl ökonomischer Daten von 9366 Unternehmen aus und stellt eine umfassende Mischung aus Konjunkturanalyse und Stimmungsbericht dar. Er wird vierteljährlich bekanntgegeben. |
| Taxe | Vom Makler festgelegte Kursspanne zwischen BID und ASK entsprechend den Marktgegebenheiten. |
| Technische Analyse | Methode der Wertpapieranalyse, die sich auf die Auswertung börsenbezogener Daten konzentriert. Dies sind in der Hauptsache die festgestellten Kurse und Umsätze. Der Vorteil dieser Konzentration ist, daß die Daten im Gegensatz zu fundamentalen Daten recht preiswert und tagesaktuell zu beschaffen sind. Die Werkzeuge der technischen Analyse sind Indikatoren und die Untersuchung des Charts auf Formationen (Charttechnik). |
| Telefonhandel | Auch Telefonverkehr genannt. Bezeichnet den Wertpapierhandel am Telefon - also den außerbörslichen Handel von Wertpapieren. Vor allem Banken handeln häufig im Telefonverkehr. Der Telefonhandel unterliegt keinen gesetzlichen Aufsichts- und Kontrollregelungen. Im außerbörslichen Handel können alle Wertpapiere gehandelt werden, die in den verschiedenen Marktsegmenten notiert werden. |
| Terminkontrakt | Ein abgeschlossenens Termingeschäft, das meist im Warentermingeschäft für eine Mengenangabe steht, da die Warenterminbörsen in Standardkontrakten Menge, Wareneigenschaften, Liefertermin und -ort usw. vereinheitlicht haben, um den Handel zu vereinfachen. |
| Theta-Faktor | Maß, mit dessen Hilfe die erwartete Veränderung des Zeitwertes einer Option in Abhängigkeit von Restlaufzeit der Option und Kursentwicklung des der Option zugrunde liegenden Basisobjekts zu quantifizieren versucht wird. |
| Trendfolger | Indikatoren, die darauf zielen, den vorherrschenden Trend anzuzeigen. Sie folgen dem Trend, können eine neue Richtung im Trend jedoch erst anzeigen, wenn diese sich bereits fest etabliert hat. Das Trendfolgekonzept ist durchaus erfolgreich in Phasen mit längerfristigen, nachhaltigen Trends, während in Seitwärtstrends oft Fehlsignale erzeugt werden. Beispiele für Trendfolger sind der gleitende Durchschnitt und das Momentum. |
| Trendkanal | Bewegt sich der Kurs innerhalb zweier paralleler Linien, so spricht man von einem Trendkanal. Der Trendkanal kann sowohl aufwärts als auch waagerecht oder abwärts verlaufen. Besondere Wachsamkeit ist geboten, wenn der Kurs den Trendkanal verläßt: Eine Abweichung nach oben kann einen beginnenden Aufwärtstrend charttechnisch untermauern, besonders wenn der Trendkanal abwärts gerichtet war. Umgekehrt stellt eine Abweichung nach unten ein Alarmsignal dar, denn der Kurs kann nun noch weiter fallen. |
| Triple Witching Day | Gemeint ist das Auslaufdatum für Optionen, Index-Optionen oder Index-Futures. Verfallen alle drei Derivattypen am gleichen Tag, spricht man auch vom \"Hexensabbath\" oder \"Triple Witching Day\" (Dreifacher Verfallstag ). Viermal im Jahr gibt es diesen gemeinsamen Verfall der Derivate zum gleichen Zeitpunkt und zwar an dem dritten Freitag der Monate Juni, September, Dezember und März. Besonders beachtet wird der Dreifache Verfallstag, weil es häufig zu starken Ausschlägen in den Kursen bzw. zu hohen gehandelten Volumina an der Börse führt. |
| Turbo-Optionsscheine | können den Inhaber auch zum Bezug von anderen Optionsscheinen berechtigen. Diese Scheine nennt man aufgrund des vergleichsweise großen Hebels auch \"Turbo-Optionsscheine\". |
| Überzeichnung | Eine Überzeichnung von Aktien kommt oft bei Neuemissionen vor, wenn die Anleger mehr Aktien erwerben wollen, als im Angebot sind. Die Zuteilung erfolgt dann entweder prozentual für jeden gleich oder per Los. |
| Ultimo | Eine Kauf- oder Verkaufsorder \"bis Ultimo\" verliert ihre Gültigkeit nach dem Monatsende, evtl. auch nach dem Jahresende. |
| Umsatzmultiple (UM) | Kennzahl zur Aktienbewertung. Berechnung: Marktkapitalisierung geteilt durch Umsatz. Ein Faktor von 2 sagt aus, daß die Kapitalisierung 2x so hoch ist wie der Umsatz. Je niedriger der Faktor, desto günstiger. Der UM ist immer im Branchenvergleich zu sehen. |
| Up Tick Rule | Bevor eine Short-Position eröffnet werden kann, muß der Kurs erst um einen Tick, also 1/16 oder 1/32 Dollar steigen. |
| Valuta | 1. Bezeichnung im internationalen Geldhandel für das Währungsgeld eines Landes. Meist wird sie jedoch für ausländische Währungen angewendet. 2. Wertstellung eines Postens auf einem Konto, z.B. der Tag von dem an ein Betrag verzinst wird (Valutierung). 3. Valuta-Papiere sind auf eine ausländische Währung lautende Wertpapiere z.B. Valuta-Anleihen, von deutschen Schuldnern ausgegebene, auf ausländische Währung lautende Schuldverschreibungen. |
| Verfallstag | Gemeint ist das Auslaufdatum für Optionen, Index-Optionen oder Index-Futures. Verfallen alle drei Derivattypen am gleichen Tag, spricht man auch vom \"Hexensabbath\" oder \"Triple Witching Day\" (Dreifacher Verfallstag). Viermal im Jahr gibt es diesen gemeinsamen Verfall der Derivate zum gleichen Zeitpunkt und zwar an dem dritten Freitag der Monate Juni, September, Dezember und März. Besonders beachtet wird der Dreifache Verfallstag, weil es häufig zu starken Ausschlägen in den Kursen bzw. zu hohen gehandelten Volumina an der Börse führt. |
| Volatilität | 1.) Schwankungsmaß von Aktien-, Devisenkursen und Zinssätzen. Vielfach wird die Volatilität durch die Standardabweichung der relativen Kursdifferenzen (auf ein Jahr bezogen) berechnet. Als Kennzahl wird häufig \"Beta\" verwandt. 2.) Kurs- und Zinsschwankungen ganzer Märkte. |
| Volatilitätsindex | In 1994 bei der Deutschen Terminbörse (DTB) neu eingeführter Index. Er soll aufgrund der aktuellen Kennzahlen von Optionen eine Vorhersage der künftigen Schwankungen (Volatilität) ermöglichen. Der Volatilitätsindex ist zugleich ein Meinungsbarometer, das durch Vergleich mit historischen Daten Rückschlüsse auf Indexanstiege oder -rückgänge erlauben soll. |
| Wandelanleihe (convertible bonds) | Wer eine Wandelanleihe kauft, hat das Recht, während der Laufzeit den Anleihebetrag in Aktien des Herausgebers umzutauschen und damit die Möglichkeit, auf steigende Aktienkurse zu spekulieren. Im Vergleich zu anderen festverzinslichen Wertpapieren bieten Wandelanleihen eine garantierte Minimalverzinsung . Von Vorteil sind auch die Vorzugskonditionen, die Aktie zu erwerben. |
| Warenterminbörse | Als eine Warenterminbörse bezeichnet man eine Börse, an der Rohstoff und Waren - Terminkontrakte gehandelt werden. |
| Williams % Range | Der WPR-Indikator zeigt als Oszillator überkaufte bzw. überverkaufte Marktsituationen. Die Berechnung des WPR ähnelt stark der Stochastik, gibt jedoch die relative Lage des Schlußkurses innherhalb des definierten Kursbereichs an. |
| Window-Dressing | Vor dem Bilanzstichtag (Berichtstag) kaufen Gesellschaften manchmal die eigenen Aktien, um die Kurse hochzutreiben. |
| WKN; Wertpapierkennummer | Numerischer sechsstelliger Code zur Identifizierung der Wertpapiere zur Erleichterung des Wertpapierverkehrs - vergeben von den Wertpapiermitteilungen Frankfurt / Main. Sie sind in Festverzinsliche und Aktien gegliedert. Beispiel: 500 000-099 999 ist eine Industrieaktie. Bei deutschen Aktien bezeichnet die letzte Ziffer die Gattung: 0=Stammaktien, 1=junge Aktien,2=jüngste Aktien, 3=Vorzugsaktie, 4=Vorzugsaktien Lit B, 5=Genußscheine, 6=nach Wahl, 7= konventierte Vorzugsaktien, 8=zweimal konventierte Vorzugsaktien oder Bezugsrechte, 9=konventierte Stammaktien. Bei ausländischen Aktien können die Kennummern für Bezugsrechte und junge Aktien aus den Kennummern der alten Aktien abgeleitet werden. Bezugsrechte haben eine um 30.000 und junge Aktien um 60.000 höhere Kennummer als die betreffenden alten Aktien. Vergeben werden die WKNs von den Wertpapiermitteilungen, Frankfurt am Main |
| Zerobond | Nullkuponanleihe (englisch: Zerobond) ist eine Anlehe, die nicht verzinst wird, sondern deren Verzinsung mit entsprechend tiefem Ausgabepreis abgegolten wird. Je länger die Laufzeit des Zerobonds, desto tiefer der Emissionspreis. Je näher der Rückzahlingstermin, desto höher der Kurswert. |
| Zertifikat | Ein Zertifikat ist ein Wertpapier in der Rechtsform einer Schuldverschreibung bzw. Anleihe. Es ist eine Zweitverbriefung eines Basiswertes oder -papiers und zählt zu den Derivaten und den strukturierten Finanzprodukten. |
| Zins | Als Zins bezeichnet man einen dauerhaften Ertrag einer Anlage, der meist zu im voraus feststehenden Terminen gezahlt wird. |
| Zucker | Zucker ist einer der am häufigsten gehandelten Rohstoffe an internationalen Börsen. |
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